Lest das Interview zu "Hellfenic" von THE INFERNAL SEA bei krachfink.de

5 Fragen an The Infernal Sea zum “Hellfenlic” – Interview

Die britische Black-Metal-Band THE INFERNAL SEA ist seit 2009 unterwegs und beschreibt ihre Musik selbst als einzigartige Weiterentwicklung des UK-Black-Metal-Sounds. Sie verbinden Elemente der zweiten Welle des norwegischen Black Metal mit den klassischen Vibes der NWOBHM-Bewegungen, obendrauf kommen noch moderne Einflüsse. Wer es unbedingt in eine Schublade stecken möchte, ist wohl mit Black’n’Roll gut bedient. Aber abgesehen von den musikalischen Wurzeln und Querverweisen, reichert die Band ihr viertes Album mit einem interessanten inhaltlichen Konzept über den Hexenjäger Matthew Hopkins an. Sänger Dean Lettice und Bassist Chris Revett haben krachfink.de nun eine Handvoll Fragen zum vierten Album “Hellfenlic” beantwortet.

Euer Album “Hellfenlic” befasst sich mit dem Hexenjäger Matthew Hopkins, wann seid ihr mit seiner Geschichte zum ersten Mal in Kontakt gekommen und was hat euch davon überzeugt, dass sein Wirken auch noch so barbarisch ist, dass es eine gute Grundlage für Black Metal sein könnte?

Dean: Mit diesem Thema sind wir schon seit einiger Zeit vertraut. Es geht um die Ereignisse im 17. Jahrhundert in und um das Flachland Ostenglands, dem Gebiet, in dem das Höllenmeer seinen Ursprung hat. Das Thema stand im Mittelpunkt von Filmen wie “Witchfinder General” mit Vincent Price aus 1968, aber auch für den Texte von britischen Bands wie CATHEDRAL und die treffend benannten NWOBHM-Legenden WITCHFINDER GENERAL. Wir wollten uns in die Rolle von Matthew Hopkins versetzen und seine narzisstische, verdorbene und wahnhafte Denkweise zum Leben erwecken. Sein Abstieg in die Paranoia passt ideal zu unserer Musik.

Sehr ihr Überschneidungen zwischen früher und der aktuellen Zeit, also gibt es weiterhin Hexenjäger, nur eben in anderer Form?

Chris: Die Hexenjagd geht in der modernen Gesellschaft immer noch weiter, sie existiert nur in unterschiedlichen Formen. Die Menschheit wird niemals in der Lage sein, in Harmonie zu leben und andere so zu akzeptieren, wie sie sind oder woran sie glauben möchten. Es wird immer extreme Gruppen geben, die sich widersetzen und andere für ihre Taten zur Verantwortung ziehen. Schau dir die Nachrichten an oder lies die neusten Verleumdungen oder Cancel-Posts in Social Media, das ist alles Hexenjagd. Es gibt auch immer noch religiöse Verfolgung und Menschen werden wegen einer Idee, einer Lebensweise oder irgendetwas Ähnlichem verfolgt, das ihre Unterdrücker für ungeeignet halten.

Es ist nicht einfach ein düsteres Metalvideo zu machen, das nicht kindisch ober peinlich ist. Was waren eure Anforderungen an das Video zu “Bastard Of The East”?

Dean: Uns war wichtig, sicherzustellen, dass das Video nicht unausgereift wirkt. Wir wollten ein Folk-Horror-Feeling und eine Version von Hopkins zum Leben erwecken, was uns meiner Meinung nach gelungen ist. Erase Creative haben den Film für uns produziert und wir sind der Meinung, dass ihnen das Gefühl des Titels hervorragend gelungen ist.

“Hellfenlic” ist euer viertes Album, was ist aus eurer Sicht die größte Entwicklung, die THE INFERNAL SEA bisher gemacht haben?

Chris: Wir hatten das Glück, im Laufe der Jahre mit einigen großartigen Labels zusammenzuarbeiten, mit unseren Kumpels auf Tour zu gehen und aufzutreten und weiterhin die Musik zu machen, die wir machen wollten. Jemand, der schlauer ist als ich, hat gesagt, dass der Erfolg darin besteht, das Album zu liefern, man selbst machen wollte, das trifft aus uns zu. Wir sind sehr zufrieden mit dem neuen Album und musikalisch ist es wahrscheinlich unser persönlich größter Triumph – andere sind vielleicht anderer Meinung! In anderen Gegenden hatten wir das Glück, einige hervorragende Shows und Festivals zu spielen. Ein aktueller Höhepunkt war unser Auftritt bei Damnation Festivals “A Night Of Salvation” unter der Leitung von Sigh & Akercocke.

Dean, was war das erste harte Album, das du gekauft hast und kannst du dich noch daran erinnern, was dich damals daran fasziniert hat?

Das erste physische Album, das ich mir gekauft habe, war “Fear Of The Dark” von IRON MAIDEN. Ich war aber schon vertraut mit dem Material von MAIDEN und kannte einiges, weil mir mein Onkel schon vorher “Number Of The Beast” ausgeliehen hatte. Heavy Metal hat mich sofort in seinen Bann gezogen, das Artwork hat mich fasziniert, MAIDEN war in dem Punkt ja schon immer Killer. Es war makaber, was mich sofort ansprach und auch die Musik hat mich sofort auf so vielen unterschiedlichen Arten erreicht, das tut sie bis heute. Metal ist eine Leidenschaft auf Lebenszeit, man verliebt sich vom Fleck weg und von da an wird es immer nur stärker und größer.

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