Awake The Dreamer – Damaged Souls – Review
Die schwedischen Metalcore-Newcomer von AWAKE THE DREAMER machen auf ihrem Debüt „Damaged Souls“ schon einiges richtig. Die Riffs sitzen, die Wechsel zwischen brachial und brav sind gelungen, es gibt mit Ryo Kinoshita von CRYSTAL LAKE und Robert Ljung von ADEPT zwei amtliche Feature und der Sound ist auch gut. Nun darf man für einen ersten Aufschlag nicht zu viel erwarten, aber Spannung oder neue Ideen findet man bei den fünf Herren aber nicht. Sauber gespielter Metalcore, der eine eigene Handschrift vermissen lässt.
Weckt mal die Eigenständigkeit auf!
AWAKE THE DREAMER arbeiten viel mir Schwerelosigkeit, die Gitarren koppeln sich teilweise komplett ab und entziehen den Songs urplötzlich jegliche Aggressivität. Der Sänger beherrscht wiederum beides sehr gut, allerdings ist die Bandbreite der Band etwas zu weit geraten. Von kopfabreißenden Brüllattacken bis zu (un)angenehm zuckrigen Momenten, hat die Band alles im Angebot. Das klingt mal hier nach denen und da nach den anderen Bands, die man so aus dem Genre kennt. So richtig ist noch nicht raus, was jetzt explizit AWAKE THE DREAMER zu erzählen haben.

„Can you hear me? Can you see me?“ brüllen AWAKE THE DREAMER im gelungenen Song „Atmosphere (feat. Ryo Kinoshita)“. Hören ja, sehen und greifen eben noch nicht so ganz. „Blood Red Fists“ verfolgt einen spannenden Ansatz, die disharmonische und leicht beklemmenden Gitarren, geben dem Song einen angenehm mystischen Touch.
Die Rookies legen amtlich vor
Auf der Haben-Seite der Rookies steht handwerkliches Geschick und eine ansteckende Agilität. In den poppigen Momenten, wenn die Band den Sound etwas offener gestaltet („Far Away“), ist die Metalcoreband besonders stark. Der Drummer hat generell einen großen Anteil daran, dass „Damaged Souls“ nicht zu monothematisch und klinisch geworden ist. Wenn die Band auf lange Sicht aber nicht in der Masse untergehen wollen, was angesichts ihrer Fähigkeiten tatsächlich schade wäre, sollten sie sich dringend um einen eigenen Stil bemühen. „Damaged Souls“ verleitet zu Meckern auf hohem Niveau und bietet weitaus mehr, als man von einem Debüt erwarten darf.
Dauer: 33:08
Label: Arising Empire
VÖ: 20.09.2019
Tracklist „Damaged Souls“ von AWAKE THE DREAMER
Damaged Souls
Atmosphere (feat. Ryo Kinoshita)
Far Away
Believe
Blood Red Fists
Lunar
Your Mind
Liberation
Vigilant (feat. Robert Ljung)
Negative Filters
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