Lest die Review zu "Livezelle" von BEATSTEAKS bei krachfink.de

Beatsteaks – Livezelle (Tape) – Review

Mittlerweile sind die BEATSTEAKS eine Band, die man kaum vorstellen muss und schon gar nicht musikalisch einordnen braucht. Mit „Livezelle“ bannt die Band für sich und die Fans einige Liveversionen von Songs für die Ewigkeit, die bisher noch nie live veröffentlicht wurden. Abgesehen davon ist an „Livezelle“ besonders, dass dies im Reutlinger Kulturschock Zelle im September 2025 im Rahmen der AJZ-Tour geschah, die die Band ausschließlich in autonome Jugendzentren führte.

Eine ganze andere Liveenergie im AZ

Die Liveenergie unterscheidet sich deutlich im Vergleich zu den Headlinerslots, die die Band regelmäßig auf Festivals spielt, und auch zu ihren eigenen Konzerten. „Livezelle“ merkt man die Nähe an und auch die damit verbundene körperliche Herausforderung für die Band. Das Augenmerk liegt nicht auf der perfekten Produktion oder der akzentuierten Ausführung. Gerade die Songs der letzten Platte „Please“ kommen deutlich besser weg als auf der Studioversion, da sie von der ganz bestimmten BEATSTEAKS-Magie profitieren. Gerade „Magic Feel“ oder „Detractors“ wirken verzerrter und aus dem Bauch heraus als Freunde gespielt überzeugender und rockiger. Mit „French Disko“ gibt es den Soundtrack-Beitrag zum Film „Tschick“, einen typischen nach vorne ziehenden Rocksong, bei dem allerdings der Beitrag von Dirk von Lowtzow fehlt, der offensichtlich im AZ nicht zugegen war.

Lest den Konzertbericht von den BEATSTEAKS in Karlsruhe bei krachfink.de

Schärfste Waffe Livespielen

Auch wenn „Livezelle“ weniger professionell wirkt als die bisherigen Livealben der Berliner, wird dadurch trotzdem nochmals klar, warum die BEATSTEAKS da sind, wo sie sind. Ihre schärfste Waffe ist das Livespielen, ihre größte Stärke sind ihre unterschiedlichen Charaktere und der Zusammenhalt. „Love Like That“ ist gleich in zwei Versionen vorhanden und unterstreicht dies nochmals. In der ersten Version frönt Arnim Teutoburg-Weiß seiner Liebe für DEPECHE MODE und Bands wie THE ROMANTICS, begleitet von Thomas Götz am Keyboard. Danach darf Bernd Kurtzke noch einen Remix beisteuern, den er mit seinem Sideprojekt KILLING MOON erstellt hat.

Wer noch nie auf einem Konzert der BEATSTEAKS war, sollte „Livezelle“ nicht unbedingt als Referenz nehmen, wenn es um Töne treffen und Timing geht. Die Realität hält nämlich etwas bereit, das sich auf keinem Tape der Welt festhalten lässt…

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