Black Futures - Never Not Nothing Artwork

Black Futures – Never Not Nothing – Review

BLACK FUTURES aus London liefern zwar mit “Never Not Nothing” ihr Debüt ab, unerfahren sind die beiden Herren aber nicht. Zusammenarbeiten mit Band wie THE PRODIGY und IDLES unterstreichen nicht nur ihr Können, sondern fassen auch ihr Klangbild ganz gut zusammen. Neben den tanzbaren Duetten von Rock und Beats, verfügt das Duo aus England auch inhaltlich über die britische Bissigkeit und den trockenen Humor. BLACK FUTURES schnappen frech sich das Beste aus beiden Welten. Tanzen, bis die Füße bluten und warum nicht noch auf die da oben schimpfen?

BLACK FUTURES, you better get used to

Das ultraeingängige “Gutters” mischt die typischen – und meist von Unmengen Pints angetriebenen – britischen Chants mit einem vehement drückenden Bass. Nicht selten erinnern BLACK FUTURES auch an NIN (“Karma Ya Dig!”), wenn auch ohne deren niederschmetternde Zerrissenheit und Melancholie. Ihre Botschaft ist eine ganz andere. “Love (feat P.O.S.)” demonstriert ganz eindrücklich, welche Waffen BLACK FUTURES gewählt haben, um ihr Ziel zu erreichen. Liebe, mit allen Konsequenzen, allen Höhen und Tiefen. “Trance” wächst sich fast zu einem Gospelmeeting aus, wenn nur nicht wieder der Bass laut poltern würde und zum Ende hin sogar die ganze Harmonie rigoros zerhackstückt. Gut so, immer schön gegen die Erwartungshaltung. Denn genau dann, wenn man sich die harte Gangart gewöhnt an, wechseln die beiden unvermittelt die Gangart und schmettern mit “Power Drunk” oder “Youthman” nicht nur äußerst eingängig, sondern clever doppeldeutig. Hallo Abgrund, siehst Du uns, wie wir auf Dich zu tanzen?

Future Punk stellt sich vor

Abgesehen von der überzeugenden Musik, die wirklich eine aktuell nur mäßig besetzte Lücke schließt, haben BLACK FUTURES auch bei der Optik an alles gedacht und arbeiten von Anfang an mit starker, ansprechender Symbolik. Ganz sicher, wird die Band auch live Wert auf Details legen und mit Show nicht geizen. Da die Beats nicht hysterisch und plump eingesetzt wurden, hat die Band ihre Eingängigkeit bewahrt (“Me.TV”, “Body _ Soul”), ohne zahm zu klingen. Wenn das Future Punk ist, kann ich damit sehr gut leben.

Trackliste „Never Not Nothing“ von BLACK FUTURES
N.N.N
Love (feat P.O.S)
Karma Ya Dig!
Me.TV
Body _ Soul
Youthman
Riches
Tunnel Vision
Gutters
Trance
Power Drunk

Dauer: 39:22
Label: Music For Nations / Sony Music
VÖ: 30.08.2019

BLACK FUTURES bei Facebook

Ein Interview zum Album “Never Not Nothing” mit BLACK FUTURES findet ihr hier.

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