Lest die Review zu "Death Drive" von BONY MACARONI bei krachfink.de

Bony Macaroni – Death Drive – Review

Genauso unverschämt verspielt und somit positiv naiv wie der Bandname BONY MACARONI, ist auch deren neue Platte „Death Drive“ geworden. Die Umstände ignoriert die Band aus den Niederlanden, stemmt sich scheinbar lässig gegen die dunklen Wolken und pustet sie mit ihren energiegeladenen Songs weit weg. Wer also, genau wie schon auf dem ersten Album „Big Bucks“, nur die Schwingungen aufnimmt, wird einige starke Emotionen zu fassen kriegen. Wer genau hinhört, wird die Verzweiflung hören, die man mit Mitte 20 spüren muss, wenn man Augen, Ohren, Hirn und Herz nicht vollends ignoriert.

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BONY MACARONI 2025, Foto von Wout van Heck

Pop-Punk der Nullerjahre trifft Lebensfreude

BONY MACARONI sind stark geprägt vom Pop-Punk der Nullerjahre. Dementsprechend pulsiert in „Death Drive“ neben all dem Sarkasmus vor allem die Lebensfreude. Solange es noch nicht vorbei ist, heißt es weiterhoffen, weitermachen. BONY MACARONI haben einige Hymnen, mit denen sie die Stimmung nicht nur anheizen, sondern nachhaltig am Kochen halten können. Wie PUP und GREEN DAY zu ihren besten Zeiten setzen BONY MACARONI auf Hooks und kernig-kratzige Mitsingparts. Dabei kommen sie erfreulich präzise auf den Punkt. Sie verweilen nicht zu lange in guten Ideen und Melodiebögen, schaffen aber auch anschwellende Kompositionen. Riffs zum Mitwippen und Gitarrenparts zum Mitpfeifen – beides kann live zu einer großen Party eskalieren.

Grunge und Alternative Rock als musikalische Wurzeln

Wer musikalisch mit dem Kopf in den Nullerjahren hängt, hat auch einen Hang zu Grunge und natürlich zu Alternative Rock. BONY MACARONI gießen ihren altersbedingten Enthusiasmus in bittersüße Songs wie „Blanket Statement“, „The Dream“ oder „Plants“. Am Ende stehen dichte und vor allem gefühlvolle Arrangements, auf die sich unabhängig vom Alter Sehnsucht und Tatendrang projizieren lassen. Momente, denen man nachhängen will, die kurz das hektische Leben anhalten und zeigen, zu was Musik fähig ist.

Politik und Feinfühligkeit vereint im Sound

Das Artwork von „Death Drive“ mag lieblos wirken, auf die Songs trifft das mitnichten zu. Wenn BONY MACARONI mit dem herrlich dahinschippernden „Inanimate“ davon schippern, auf beeindruckende Weise Politik und Feinfühligkeit miteinander verweben, wird klar: Die können noch viel mehr. I once was inanimate, can I please just go back to that?

Dauer: 36:42
Label: Redfield Records
VÖ: 29.08.2025

Tracklist „Death Drive“ von BONY MACARONI
Katapult
Death Drive
Dumb (so stupid)
The Rotting 20s
The Dream
Bubble Boy
Blanket Statement
Blind Spots
Plants
The Ends of the Earth
Inanimate

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