DaysNDaze Show Me The Blueprints

Days N’Daze – Show Me The Blueprints – Review

DAYS N’DAZE und ihr aktuelles, mittlerweile achtes Album “Show Me The Blueprints” gehören zu den Veröffentlichungen, die man nach weniger als einer halben Minute als eine des Labels Fat Wreck Chords erkennt. Und die Texaner gehören zu den Bands, bei denen man nicht weiß, ob man sie heftig ohrfeigen oder liebevoll umarmen möchte. Die vom Duo auf ein Quartett angeschwollene Band aus Amerika macht akustischen Punk mit Trompete, Waschbrett, Akkordeon und allem, was irgendwie Saiten hat. Genauso kreativ und anstrengend, wie das klingt, sind auch die Songs. Aber Leute wie Geoff Bell, die einen Waschwannenbass spielen, haben im Leben sowieso gewonnen.

Waschbrett-Punks ohne Waschbrett-Bauch

Ziemlich schnell kommt man aber dahinter, dass DAYS N’DAZE ihre kruden Punk nicht so gestalten, um anders als die anderen zu klingen, sondern weil sie sich damit tatsächlich gut ausdrücken können. Dass der, häufig auf mehrstimmige, Gesang dabei so klingt, als ob Sancho und Pancho einen schlechten Trip geworfen hätten oder die schnellste Maus von Mexiko eine Karaokebar eröffnet hat… geschenkt. DAYS N’DAZE scheinen blind aufeinander eingespielt zu sein und wenn die Songs richtig eskalieren, legen die Vier einige beeindruckende Stop-and-Go-Kunststücke vor. Rein instrumental sind DAYS N’DAZE teilweise echt tauglich für diverse, amerikanische Formatradios zu den Genres Bluegrass und Country.

Blitzschnelle Finger

Schon alleine die Fingerfertigkeiten von DAYS N’DAZE sind beeindruckend und zwischen den Noten steckt richtig viel Herzblut und Atmosphäre, die sich zwangsläufig überträgt. Noch dazu handeln die Songs von ernsten politischen und persönlichen Themen. Kaum diskutabel ist aber der teilweise echt nervige Gesang, man könnte es auch Gefauche oder schiefes Gekeife nennen. Wahrscheinlich liegt das aber am Format Platte, denn live wird diese Überspitzung garantiert aufgehen und für noch mehr Stimmung sorgen. “Show Me The Blueprints” ist ein verschrobenes und außerordentliches Album, dass man in seiner Konsequenz gleichzeitig hassen und lieben kann. Eine tatsächliche Vorlage dafür fällt mir auf Anhieb auch tatsächlich nicht ein.

Dauer: 37:16
Label: Fat Wreck Chords
VÖ: 01.05.2020

Tracklist “Show Me The Blueprints” von DAYS N’DAZE
Flurry Rush
Ditches
Libriyum
Saboteurs
My Darling Dopamine
Rewind
Addvice
None Exempt
Fast Track
Show Me the Blueprints.
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