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Death Apokalypse – Scars To The Flesh – Review

DEATH APOKALYPSE lassen keine Zweifel daran, wohin sie mit ihrem ersten Album “Scars To The Flesh” möchten. Die deutsche Band, mit Mitgliedern von ehemals VENERAL DISEASE und FRAGMENT OF UNBECOMING, rufen den guten Old School Death Metal auf den Plan. Genau dieser grob prügelnde Sound hat mich zum Metal gebracht, stolz schicke ich dem Label ein Foto von einer damals unterschriebene Kassette von VENERAL DISEASE, eines meiner ersten harten Konzerte, als mich die Promo erreicht.

Das Beste an “Scars To The Flesh” ist die Tatsache, dass die Band sich mit ihrem – mal nach US und mal nach niederländischem Metal klingenden – Material, im Verlauf extrem steigert und von Song zu Song besser wird.

Mindestens zwei Tricks auf Lager

Dafür, dass DEATH APOKALYPSE nur zu dritt antreten, bieten die Kompositionen einiges an Vielfalt. Der gutturale und bösartig nackendrückende Gesang von Timo Leichtfried wird von Drums und Riffs eingekesselt und entwickelt so seine starke Zugkraft, oder wird eben von dunkelschwarzen Harmonien passend umkreist und attackiert. Egal wie, es überzeugt.

Aber das Album “Scars To The Flesh” von DEATH APOKALYPSE ist eben der typische Grower, springt einem nicht mit dem Arsch ins Gesicht. Mit dem Opener “Innevitable Bloodshed” wird uns ein eher leichter Einstieg geboten, der mit simplem Songwriting zum Bangen anlockt. Das ist noch nicht die hohe Kunst, erstmal nur wie ordentlich rumpelnder Metal, der seinen Zweck mehr als erfüllt. Aber auch hier blitzen schon die leicht orientalisch anmutenden Gitarrenspitzen auf, die die Band im weiteren Verlauf immer kunstvoller darbietet.

Schon ab “Ceremonial Dismemberment” reißen DEATH APOKALYPSE das Ruder mit Wucht herum, ziehen die Leine straffer, überraschen erst mit Dynamik und faszinieren dann richtig mit einem einprägsamen Schlachtruf-Refrain. Der vielschichtige Rausschmeißer “Deaths Eternal Silence” kann sich international messen und setzt die Band fest auf die “im Auge behalten”-Liste.

Starkes Album, da geht sogar noch mehr

Lediglich der Sound der Platte ist eher Richtung Thrash gebürstet und es gibt viele Momente, die sich geradezu aufdrängen, um kreativ mit Hall, mehr Bumms oder auch einer weiteren Gitarre aufgemotzt zu werden. Unterm Strich aber ein bockstarkes Album, das eben noch nicht vom Gedanken an den großen Wurf und Knete verhunzt ist, sondern in erster Linie einfach nur ein gutes Metalalbum sein will

Dauer: 38:30
Label: Human Noise Records
VÖ: 08.04.2022

Tracklist “Scars To The Flesh” von DEATH APOKALYPSE
Innevitable Bloodshed
Vicious Perdiction
Ceremonial Dismemberment
Scars To The Flesh
Honor In Agony
Black Oath of Allegiance
Putrid Crown of Repugnancy
Path To Impurity
Predominating Hatred
Deaths Eternal Silence

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