Fakes Names st Artwork

Fake Names – s/t – Review

Das Debütalbum von FAKE NAMES könnte in die Geschichte eingehen. Selten war ein Sound aufgrund seiner beteiligten Musiker so selbsterklärend. Wir haben hier Gitarrist und Sänger Brian Baker (MINOR THREAT, GOVERNEMT ISSUE, SAMHAIN, DAG NASTY, BAD RELIGION), Michael Hampton (S.O.A., EMBRACE, ONE LAST WISH), Sänger Dennis Lyxzén (REFUSED, INTERNATIONAL NOISE CONSPIRACY, INVSN) und Bassist Johnny Temple (GIRLS AGAINST BOYS, SOULSIDE). Und genau so, als ob man die bisherigen Ergüsse aller aufgezählten Bands in einem Topf vermengt, klingt auch die Musik von FAKE NAMES. Braucht man das? Da auch die wenigsten die Frage nach einer Runde Freibier mit guten Freuden an einem lauen Sommerabend am See mit Nein beantwortet, ist auch das geklärt.

Sichere Bank

Vollkommen befreit von jeglichem Erfolgsdruck liefern FAKE NAMES zehn starke und in sich stimmige Songs ab, die sich mal mehr nach der einen und dann nach der anderen Band strecken. “All For Sale” ist mitnichten kompliziert, die Gitarren scheinen trotzdem eine zweite Stimme zu singen und in unter drei Minuten packen FAKE NAMES so viel Wehmut und Tiefe auf den Tisch, wie manche Bands in fünf Alben nicht. Die Kompaktheit und Entzerrung der Punksongs scheint die große Stärke der Platte zu sein. FAKE NAMES legen mit “Being Them” und dem Rock’n’rolligen und herrlich rhythmischen “Heavy Feather” ganz nebenbei Hymnen für die Ewigkeit vor. Tja, wer hat, der kann und der schickt uns auch mit dem tanzbaren “First Everlasting” stilsicher mal kurz in die Achtzigerjahre.

Auf den Punkt gerockt

FAKE NAMES beweisen mit ihrem “s/t”, dass es sich lohnt, wenn Leute ihr Handwerk verstehen. Schon vor vier Jahren begannen die Bandmitglieder mit losen Jamsessions, die niemals in “echte” Songs münden sollte. Genauso unverkrampft und lässig klingen die Songs von ihrem ersten Album. Tausendsassa Dennis Lyxzén gehört zu den wenigen Sängern, die Musik brauchen wie die Luft zum Atmen und denen man das aber auch im Gesang anhört (“Darkest Days”). Wenn man FAKE NAMES etwas vorwerfen möchte, dann die Tatsache, dass die Qualität erwartbar war und keine neue, überraschende Komponente zugefügt wurde. Wenn das alles ist…

Tracklist “s/t” von FAKE NAMES
All For Sale
Driver
Being Them
Brick
Darkest Days
Heavy Feather
First Everlasting
This Is Nothing
Weight
Lost Cause

Dauer: 27:48
Label: Epitaph/Indigo
VÖ: 08.05.2020

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