Lest die Review zu "Don't Cross The Line" von FUCKED UP MINDS bei krachfink.de

Fucked Up Minds – Don’t Cross The Line – Review

Die belgische Hardcore-Punkband FUCKED UP MINDS nennt ihr Album “Don’t Cross The Line”, das explosiv gestaltet Artwork schreit nach den Neunzigerjahren. Abgesehen davon, dass man sowieso schon nach wenigen Sekunden entscheidet, ob einem die Musik taugt, gibt es Signalwörter, die dann bestimmen, ob man sich auf eine Platte einlässt und hier war das Interesse sofort geweckt. Musikalisch steigt die Gruppe ohne großes Geplänkel ein und die extrem angespitzten Riffs sägen so heftig, wie einst SLAYER auf “Undisputed Attitude”, das Album, auf dem die Thrasher sich an Punksongs versuchen und diese extrem aggressiv aufladen. FUCKED UP MINDS haben, abgesehen von den abwechslungsreichen kompositorischen Fähigkeiten, auch noch ein verdammt gutes Gespür für Stop-and-Go.

Jeder Song mit Pogogarantie

Grundsätzlich ist jeder Song auf “Don’t Cross The Line” von FUCKED UP MINDS reinstes Pogofutter und hat solide Pitgarantie. Mit ihrer Brachialität erinnern sie sogar häufig an NAILS, lediglich der Sound ist weniger bolliger aufgenommen worden und die eingangs schon erwähnte Thrash-Komponente deutlich stärker, vielleicht eher in Richtung PRIPJAT tendierend. Die knappen Batzen, die uns die Band ohne Verschnaufpause vor den Latz knallt, sind allesamt mit besonderen Highlights ausgestattet. Dafür kramen FUCKED UP MINDS nicht ganz unten in der Kreativkiste, verlassen sich häufig auch bewährte Tricks, die dadurch aber nicht an Effektivität einbüßen. Aber Wort und Ton gehen hier Hand in Hand, wenn FUCKED UP MINDS von Riot singen, dann klingt das auch so, ohne Abstriche. Ihre Musik ist geprägt von aktiver Wut und ungefilterter Kritik.

Kompromisslos mit dem Kopf durch die Wand

Alleine die Tracklist von FUCKED UP MINDS ist einen Blick wert, neben eindeutigen Titeln wie “WTF” oder “Riot Control”, finden sich dort auch Knaller wie das leicht zu übersetzende “Hamer Op De Kop”. Die Drums überholen von rechts und bauen gemeinsam mit den sich kreuzenden Gitarren eine aufwiegelnde Welle auf. Ein gutes Indiz für den grundsätzlichen Antrieb der Band ist auch die Tatsache, dass der Robert Halkett von THE EXPLOITED deren Shirts trägt. Das zeugt von einer gewissen Mainstreamverweigerung, die sich wirklich in der Kompromisslosigkeit jeder Note auf “Don’t Cross The Line” widerspiegelt. FUCKED UP MINDS übertreten nicht frech eine vorgegebene Grenze, sie rennen mit Anlauf und Gebrüll darüber und schlagen die Wand gegenüber auch gleich noch ein.

Dauer: 26:34
Label: D.I.Y.
VÖ: 18.05.2024

Tracklist “Don’t Cross The Line” von FUCKED UP MINDS
Don’t Cross The Line
Wake Up
Fake Friends
I Don’t Care
Punk’s Still Alive
Riot Controll
Programmed To Obey
Hamer Op De Kop
WTF
Free The Birds

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