Lest die Review zu "Towards The Dying Lands" von HORIZON IGNITED bei krachfink.de

Horizon Ignited – Towards The Dying Lands – Review

Quo vadis, Melodic Death Metal 2022? Wenn es nach HORIZON IGNITED und ihren Fans geht, dann schlägt ihr neues Album “Towards The Dying Lands” genau in die Kerbe, die von jeher geliebt und gewünscht ist. Liebe Grüße aus Göteborg! Will man es alle leicht machen, dann vergleicht man die Finnen einfach mit DARK TRANQUILITY und Co. und gut ist.

Frontmann Okko und Kollegen zelebrieren das Einmaleins des traditionellen Genres fast tadellos, stellen beide Kontraste vorbildlich aus. Das umfasst doppelläufige Gitarren, die nach vorne ziehen und von garstigem Gesang flankiert werden ganz genauso, wie die Überbetonung auf melodische Momente und den Hang zum Balladesken.

Mit Wert auf Melodien

HORIZON IGNITED legen starken Wert auf das Melodic im Genre und lassen jeden Song auf “Towards The Dying Lands” darauf hinarbeiten. Richtig wüst wird es, trotz gutturalem Gesang, nicht. Die Band selbst arbeitet immer wieder emsig dagegen und baut gut verdauliche Klangwelten, die im Ohr bleiben sollen und von den für Finnland typischen Keyboardsounds angetrieben werden. Natürlich werden die Hörerinnen und Hörer auch mal Nacken gefordert und bei “Servant” oder “End Of The Line” prügelt uns das Schlagzeug von Jiri Vanhatalo den Herzschlag hoch, aber eben immer mit Maß.

Was also die eine Hälfte als optimierte Mischung verstehen wird, ist für andere weder Hü noch Hott. Seltsamerweise setzen die tatsächlichen Marken dann eher die Gitarren und weniger die harmonisch formulierten Refrains. Die Saitenverantwortlichen dominieren das Album, geben die Richtung und den Ton unmissverständlich an. Nicht selten ertappt man sich dabei, dass man sogar ausschließlich auf die Musik achtet und die wenig attraktiven oder eher gehaltarmen Gesangslinien beinahe ausblendet (“Fall Apart”).

Altbewährtes, wenig Neues

Nach einigen Durchläufen fallen allerdings dann doch einige Details auf, die anfangs noch unbemerkt an den Ohren vorbeihuschen und zeigen, dass HORIZON IGNITED nicht nur stumpf imitieren, sondern schon konkrete Vorstellungen von ihrer Musik zu haben scheinen. Die größte Stärke von “Towards The Dying Lands” liegt trotzdem im Verwerten des Altbewährten. Sicherlich gibt es eine Menge Fans, die genau danach fragen und auch keine großen Abweichungen vom Schema haben möchten. So kann man bei dieser Band schon von den spannendsten Newcomern des Genres sprechen, eine Superlative die sich trotzdem irgendwie selbst in den Schwanz beißt.

Dauer: 38:33
Label: Nuclear Blast
VÖ: 01.07.2022

Tracklist „Towards The Dying Lands“ von HORIZON IGNITED
Beyond your reach
Servant
Towards The Dying Lands
End Of The Line
Guiding Light
Reveries
Aching Wings
Death Has Left Her Side
Fall Apart
Eventide Of Abysmal Grief

Alben, die Dir gefallen könnten:
COHEED AND CAMBRIA – Vaxis II: A Window Of The Waking Mind 
OCEANS – Hell Is Where The Heart Is Part II: Longing (EP) 
WITCHERY – Nightside
BURY TOMORROW veröffentlichen neuen Song “Life (Paradise Denied)”
NORMA JEAN – All Hail
AMORPHIS – Halo
UNDEROATH – Voyeurist
AMORPHIS – Live At Helsinki Ice Hall
MONUMENTS – In Stasis
LIZZARD – Eroded
DEMONS & WIZARDS – III
OCEANS – The Sun And The Cold
EQUILIBRIUM – Renegades
WINTERFYLLETH – The Reckoning Dawn
AUGUST BURNS RED – Guardian
Interview with Keith Buckley from EVERY TIME I DIE about “Radical
PARKWAY DRIVE – Viva The Underdogs
COUNTERPARTS – Nothing Left To Love
OCEANS – The Sun And The Cold
THE WORD ALIVE – MONOMANIA
POLARIS – The Death Of Me
SILVERSTEIN – A Beautiful Place To Drown
KILLSWITCH ENGAGE – Atonement
FIT FOR AN AUTOPSY – Oh What The Future Holds
BLEED FROM WITHIN – Fracture

HORIZON IGNITED bei Facebook

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert