Lest das Interview zu "Arcade Melodies" mit Koschi von AGASSI bei krachfink.de

Interview mit Agassi zu „Arcade Melodies“

Mit „Arcade Melodies“ präsentieren AGASSI aus Hamburg ein spannendes Debütalbum, das Alternative Rock, Post-Punk und Indie-Einflüsse zu einem eigenständigen Sound verbindet. Im Interview spricht Gitarrist und Synthieverantwortlicher Koschi stellvertretend für die Band über ihre eher zufällige Entstehung, einen kreativen Songwriting-Prozess ohne feste Regeln und die vielen musikalischen Einflüsse, die ihre Songs prägen. Dabei stehen nicht kommerzielle Erwartungen im Vordergrund, sondern die Leidenschaft für Musik und die Energie gemeinsamer Live-Auftritte. Themen wie Freundschaft, Austausch und die Freude am kreativen Arbeiten ziehen sich ebenso durch das Gespräch wie die Entstehung einzelner Stücke, etwa des emotionalen Songs „Boy Wonder“ oder der Zusammenarbeit mit Frank Spilker von DIE STERNE.

Auch Bandnamen sind Schall und Rauch, aber wie seid ihr auf den Namen AGASSI gekommen?

Als die ersten Handvoll Songs geschrieben waren, kam uns die Idee für den Bandnamen McEnroe. Bereits einen Tag und eine kurze Recherche später wurde jedoch klar, dass der Name schon vergeben war. Also musste eine andere Legende herhalten: AGASSI. Man ist gut beraten, nicht zu lange über den eigenen Bandnamen nachzudenken.

Ein Schnack übern Gartenzaun zwischen Ben und Mark – so kam es zu AGASSI. Was war die Idee, mit welcher Intention seid ihr gestartet?

Zum Glück mit gar keiner. So haben wir, ohne es zu wissen, mit der Arbeit an unserem Album „Arcade Melodies“ begonnen.

Es ist verrückt, dass man tatsächlich die Einflüsse eurer vorherigen musikalischen Erfahrungen deutlich in AGASSI hören kann. Wie geht ihr beim Songwriting vor?

Es ist uns selbst manchmal fast zu chaotisch. Wir haben kein Rezept. Zwar stehen manchmal ein Loop oder ein Beat am Anfang, meistens aber doch eine Textidee von Ben.

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AGASSI 2026, Foto von Julian Essink

Gerade das Feature mit Frank Spilker von DIE STERNE finde ich bemerkenswert, da es euren Sound enorm herausfordert. Wieso gerade er?

„Keine Energie geht verloren“ ist ein Zitat eines gemeinsamen Freundes und seines kurz zuvor verstorbenen Freundes und Bandkollegen Andrew. Diese tröstenden Worte haben ihn sehr bewegt, und beim Schreiben wurde der Song immer punkiger und einfacher, bis er perfekt als Hommage funktionierte. Die deutsche Zeile und die Attitüde haben Mark an Frank denken lassen, den er schon lange kennt, und uns dazu bewogen, ihn für das Feature zu fragen. Also flog die zweite englische Strophe raus und Frank kam dazu.

Der Song spielt mit der Wechselwirkung zwischen physikalischer und persönlicher Ebene. Bewertet ihr das eher positiv oder negativ?

Das war gar nicht die Absicht des Songs. Es ging nicht darum, eine physikalische Ebene hineinzubringen, sondern lediglich um die anekdotische Feststellung von mir als Bandphysiker, dass „Keine Energie geht verloren“ auch der erste Hauptsatz der Thermodynamik ist.

Einige von euch kommen aus den goldenen Zeiten, als man mit Musik noch deutlich mehr Geld verdienen konnte. Welche Erwartungen habt ihr nun an AGASSI und was ist eure Motivation fürs Musikmachen?

AGASSI macht nicht gerade Musik, die heute mit Gold überhäuft wird. Das eigentliche Ziel ist, dass uns auf der Bühne jeder Takt selbst pusht. Wenn diese Songs ihren Weg finden, haben wir alles erreicht, was wir wollen.

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