Berlin Metal TV 2019

Berlin Metal TV – Interview mit AxelOne und Armin zur Show

Was lange währt, wird endlich gut. Außer Bier, das sollte man nicht so lange stehen lassen. Nach langer Abstinenz – lol, AxelOne, Abstinenz … – meldet sich das dümmste und gleichzeitig klügste Metalformat „Berlin Metal TV“ auf YouTube zurück. Wir befragten Löffelschnitzer und Haarmodel Armin ebenso ausgiebig, wie den Vorstand der Köpenicker Müßig-Gang AxelOne und erfuhren allerhand Skandalöses aus der Welt des Metalls.

Warum hat es so lange gedauert, bis Berlin Metal TV wieder zurück im deutschen Internetz war?

AxelOne: Hola Schwesti, viele meiner Bettgespielinnen sprachen Words of Wisdom zu mir und seitdem weiß ich, dass Länge nur im Auge des Betrachters liegt. In meinem Fall war MetalTV dann gar nicht so lange weg. Ich hatte halt einfach einen zwei Jahre langen Kater und hab währenddessen die Parameter der Metal Paralleluniversen studiert. Jetzt bin ich gebildeter als je zuvor und nebenbei der Erfinder von ganz neuem Humor.

Warum genau macht ihr Berlin Metal TV, was ist Eure Mission?

AxelOne: Mission, Mission. Alle reden immer von Missionen. Bei Missionen halte ich es immer wie ein Missionar: Ich bleibe in Stellung. Eigentlich verfolgt Berlin Metal TV nur das Ziel, die Menschheit vor Nüchternheit zu schützen und somit den Fortbestand unserer Existenz zu unterbrechen. Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung. Ich schaue mir einfach sehr gerne selber beim Saufen auf YouTube zu. Wie steht’s da um dich, Argh-Mean?

Armin: Unsere Mission ist es, so lange das zu tun, was wir wollen, lieben, können und nicht können, bis andere dem einen Namen geben. Es braucht kein Ziel. Wer sich der Ziellosigkeit hingibt, kann nicht scheitern. Und da wir uns mit Scheitern nicht auskennen, machen wir lieber etwas, was nicht schiefgehen kann.

Armin, wo kommst Du plötzlich her, was muss man unbedingt über Dich wissen?

Armin: Hallo Frau Fink, ich bin Armin, dichter Denker und frecher Sprecher aus Berlin. Seit Mitte der 1990er hat mich der Metal fest im Griff, und heute halten wir uns beide gegenseitig fest. Mit Axel quassel ich mich seit 8 Jahren durch den Äther – und jetzt tun wir es gemeinsam vor der Kamera.

Fast das gleiche gilt für Dich Axel, wo warst Du so lange und was sollte man unbedingt über Dich wissen, bevor man Berlin Metal TV schaut?

AxelOne: Wie gesagt, ich hab mich Anfang 2017 so unmenschlich besoffen, dass ich erstmal das Laufen und Sprechen neu erlernen musste. Dementsprechend kann ich nur empfehlen, dass jeder unserer Zuschauer ordentlich einen sitzen hat, wenn sie den YouTube-Fernseher einschalten. Anders erträgt man den Bums ja auch nicht. Auf der anderen Seite, ich mochte unsere kleine Show, die es übrigens seit 2010 gibt, schon immer und konnte einfach nicht mehr ohne sie leben. Hehe.

Axel, wie gehst Du damit um, dass Armin Cider und kein Bier trinkt?

AxelOne: Ich war beim Dreh der ersten Folge von meinen Oberschenkeln abgelenkt, die aktuell wirklich nice in shape sind. Mir ist das gar nicht aufgefallen. Aber jetzt wo du’s sagst… Ehrlich gesagt empfinde ich es als eine Frechheit und Armin erhält bei unserem nächsten Aufeinandertreffen eine Mängelrüge. Am schönsten fände ich, wenn wir wie zwei Ritter auf Pferden so mit Lanzen auf uns zu galoppieren. Na ma kieken, wer am Ende noch auf seinem Ross (Anthony) sitzt.

Armin: Cider, Cider, Cider. Nicht das Getränk beider.

Vorne Arnim, hinten AxelOne. Foto von vollvincent

Was genau wird sich bei Berlin Metal TV ändern, welche Pläne habt ihr, um das Format weiterzuentwickeln?

AxelOne: Nee, jetzt mal im Ernst. Da kommt einiges auf uns zu. Uns wird es dann auch noch als Podcast geben zum Beispiel. Das heißt, man muss sich nicht zwangsläufig immer unsere güldenen Bodys anglotzen. Man kann sich voll und voll, wahlweise auch voll und ganz, unseren Goldkehlchen widmen. Btw. Rotkehlchen ist auch ein sickes Pils der Berliner Bürgerbrauerei. Kann man sich durchaus mit betrinken! Außerdem werden wir uns den Menschen widmen, die im Metal fernab von der Bühne eine wichtige Rolle spielen. Dann heißen wir vielleicht irgendwann mal Galileo Metal TV und ich werde zu Aiman Abballer und Armin zu Daniel Sperminati.

Wo genau nehmt ihr Berlin Metal TV auf, wie viele Leute sind außer euch noch beteiligt und wie lange dauert die Produktion einer Folge von der ersten Idee bis zur Ausstrahlung auf YouTube?

AxelOne: Die Post-Production zieht sich immer etwas. Wenn die Folge fertiggeschnitten ist und ich nochmal drüberschauen soll, schaue ich mir meist circa 3 Tage meine Oberschenkel an, die, falls ich es noch nicht erwähnt habe, echt nice in shape sind. Steht die Folge kurz vor Release, fallen mir dann die ganzen Fehler auf und ich brülle unseren Kameramann und Armin völlig unprofessionell an, was in ihnen dann aber übermenschliche Fähigkeiten hervorruft und die Folge innerhalb von 20 Minuten echt richtig gut wird. Wir sind also zu dritt. Manchmal zu viert. Da kommt immer noch so’ne flotte Biene vorbei und hilft uns. Drehen tun wir überall wo es uns grade beliebt. Mein Ziel ist mal einen Livestream von der ISS abzufeuern und Bier im All zu saufen.

Was meint ihr, woran es liegt, dass es wenige bis gar keine guten Metal-You-Tuber bisher gibt? Ihr seid da ja, mit einer Handvoll anderen, relativ alleine auf weiter Flur.

AxelOne: Das ist relativ einfach beantwortet. Über die Jahre hab ich halt einfach das Sickeste an Wissen und Aussehen aufgesaugt, das andere gar keine Chance hatten, gute Kanäle zu erschaffen. Jetzt kommen sie wie die ersten einäugigen Amphibien an Land gekrochen und versuchen ihr Glück. Aber die MS MetalTV segelt einfach weiter. Obacht, dass niemand an unserem Bug zerschellt!

Armin: Der große Youtube-Goldrausch ist sowieso vorbei, in anderen Genres sind es auch weniger geworden. Außerdem ist der brave Metaller kein notgeiler Unternehmer, der sich Mainstreamzwängen unterwirft, nur um ein Produkt zu vermarkten. Metal ist Subkultur, wir sind eben wenige. Die Youtuber, die da sind, werden schon wissen, ob sie es fürs Geld oder aus Hingabe tun.

Was macht ihr, wenn ihr nicht gerade im Dienste von Berlin Metal TV unterwegs seid?

AxelOne: Saufen! (lacht)

Armin: Poetry und Songtexte schreiben. Ich hab zurzeit mega Bock auf einen Summer-Dance-Hit. Welcher Musiker will mit mir die Menschen zum Tanzen bringen?

Gerade in der Vergangenheit fiel Berlin Metal TV dadurch positiv auf, dass es den sturen Metalheads teilweise vor die eigene Haustür geschissen hat, indem z.B. Bands wie KILLERPILZE oder TOKIO HOTEL zum Interview gebeten wurden. Wird das weiterhin beibehalten werden?

AxelOne: Na aber halloballo! Ich hab mich zum Beispiel schon mit dem vermutlich einzigen Fußball-Profi weltweit getroffen, der maximaler Metalfan und leidenschaftlicher Konzertgänger ist – Christopher Trimmel. Seid gespannt. Aber auch andere werden vor unseren biergeschwängerten Fragen nicht sicher sein. Schickt uns gerne Vorschläge. Wir kommen auch für Interviews zum Geburstag eurer Schwester oder zur Beerdigung von irgendwem. Da fallen wir klamottentechnisch vor allem nicht aus dem Rahmen. Also ladet uns gerne auch mal zu ner Beerdigung ein!

Was ist das Beste an der Metalszene und was ist richtig scheiße?

AxelOne: Das Beste ist, dass man eigentlich immer Saufen kann, ohne dass man auffällt. Das Beschissenste ist, dass sich der Großteil der Metallerse leider doch immer noch sehr ernst nimmt und vergisst, dass es bei Musik, also Kunst, immer noch um Spaß geht (lacht).

Armin: Die Metalszene gibt Tieren ein Zuhause. Sie nimmt Nonkonformisten auf und stärkt sie, bis sie es irgendwann der erdrückenden Welt heimzahlen können. Mir fällt nichts ein, was daran Scheiße ist.

Axel, wie fühlt es sich für Dich an, nun mit Armin einen echten Gesprächspartner zu haben und nicht mehr nur ins Leere quatschen zu müssen?

AxelOne: Prima, das ist wirklich echt stabil. Zum Anfang der Berlin Metal TV-Karriere gab es neben mir ja auch noch den Hassmeister. Auf intellektueller Ebene kann sich Arghmean echt blicken lassen. Wortgewandt, torgefährlich, feinherb & spritzig.

Armin:Das kann ich aus meinen jahrelangen Selbstgesprächen bestätigen. An meinen Vorgänger den Herzmeister ein hassliches Prost!

Eure Idole aus der Szene?

AxelOne: Vollvincent

Armin: Max Cavalera

Viele Bands haben schon neue Alben angekündigt, Festival stehen ins Haus… worauf freut ihr euch am meisten in der nahen Zukunft?

AxelOne: In meinem Ghettomarkt gibt’s nächste Woche 20% auf alle Biere. Darauf freu ich mich. Bei Musik bin ich wie ein Pornosternchen bei der Bukakke. Ich lass es auf mich zukommen.

King Of Simmering und die Kings of Köpenick

Armin: Ich werde im Harz spazieren gehen, Liebesgedichte schreiben, einen Löffel schnitzen und mir die Spitzen schneiden lassen.

Wenn treue, begeisterte Berlin-Metal-TV-Zuschauer euch in der freien Wildbahn begegnen, wie sollen Sie reagieren?

AxelOne: Ein Rülps zum Einstieg und Merkmal besonderer Fähigkeiten ist nicht schlecht. Danach sollte eigentlich nur vermieden werden zu fragen, was ich denn hier machen würde. Vor allem auf Konzerten. Tische verkaufen vermutlich nicht, ihr Trottel!

Armin: Lauthals zuwinken bitte!

Tschö und Danke bis hierhin, falls ihr noch irgendwas loswerden wolltet, macht halt.

AxelOne: Berlin Metal TV – das Auge kann es sehen, aber das Herz muss es fühlen!

Armin: Mein gutes Gewissen. Nur Selbstabholer, keine Rücknahme.

An dieser Stelle wird sich herzlich für das Interview bedankt. Gestern erschien tatsächlich schon die zweite Folge “Berlin Metal TV”, die ihr euch dank moderner Technik gleich hier reinziehen könnt. Wer mehr über das Format wissen will, findet Berlin Metal TV bei YouTube hier oder bei Fäisbugg. Was Axel musikalisch neben TURBOBIER und WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER macht, könnt ihr hier hören.

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