Lest die Review zu "Violent Delights" von JOOLS bei krachfink.de

Interview mit Jools zum Album „Violent Delights“

Ist PRINCE jemand, den alle in der Band feiern?

Kate: Ja, ich denke schon. Unsere Musikgeschmäcker sind sehr unterschiedlich, aber PRINCE ist so ein gemeinsamer Nenner. Wir bewundern ihn alle sehr.

Medien versuchen oft, eure Musik einem Genre zuzuordnen – aber ich finde, nichts passt wirklich. Es ist nicht Post-Punk, nicht Metal, nicht Pop, nicht Rock. Es ist eine Mischung aus allem. Wie beschreibt ihr eure Musik für jemanden, der JOOLS noch nie gehört hat?

Callum: Uff. Das ist wirklich schwer.

Kate: Leute sagen uns oft nach den Shows: „Ihr klingt wie niemand anderes.“ Es ist ein Schmelztiegel aus Einflüssen. Im Geiste sind wir vielleicht eine Punkband, aber musikalisch sehr frei. Und das ist auch wichtig für unseren kreativen Prozess – wir wollen uns nicht in ein Genre zwängen. Wir machen einfach, was wir mögen.

Also macht euer unterschiedlicher Musikgeschmack den JOOLS-Sound aus?

kate: Absolut. Und es ist toll, gemeinsam zu schreiben. Wir entdecken ständig neue Musik durch einander, das bringt viel frischen Wind in unsere Arbeit.

Chris: Wir haben auch eine Playlist, wo jeder freitags einen Song auswählt – quer durch alle Genres. Das hält alles sehr vielfältig.

Die besten Bands sind oft die, die man nicht sofort in eine Schublade stecken kann. Euer neuer Song heißt „Limerence“, ein Begriff geprägt von der Psychologin Dorothy Tennov, er beschreibt keine Liebe, sondern eine ungesunde Fixierung. Hat jemand von euch das erlebt?

Kate: Ich glaube, wir alle irgendwann. Der Begriff beschreibt es fast als Störung, das war nicht ganz unser Ansatz. Es geht eher um dieses Gefühl, wenn man jemanden trifft und völlig eingenommen ist. Man denkt nur noch an diese Person, fragt sich, ob es ihr genauso geht. Der Song ist für uns eher leicht, fast poppig.

Chris: Genau – dieses erste, intensive Gefühl.

Kate: Das wollten wir mit dem Video aufgreifen – deswegen haben wir es auf einem Jahrmarkt gedreht, um diesen Rausch zu zeigen. Es war ein sehr spaßiger Dreh.

Ist die Band JOOLS auch abseits der Musik eng miteinander befreundet?

Kate: Ja, total. Fast schon co-abhängig, ehrlich gesagt. Man könnte meinen, 16 Stunden im Van machen einen verrückt, aber wir halten es kaum aus, getrennt zu sein. Ich liebe jeden einzelnen von ihnen, und wir leben diesen Traum gemeinsam. Ich fühle mich sehr glücklich.

Was steht in naher Zukunft an?

Kate: Ein paar Shows in den Niederlanden nächstes Wochenende, dann ein Sommer voller Festivals in UK und Europa. Und im Herbst kommt noch einiges – aber das dürfen wir noch nicht verraten. Und natürlich unser Debütalbum!

Ich freue mich total drauf – ich bin so gespannt auf die Reaktionen.

Kate: Danke! Es ist auf jeden Fall aufregend, sehr persönlich, sehr ehrlich. Bald ist es draußen, und wir sind nervös, aber stolz.

Eine letzte Frage: Glaubst du, Musik kann die Welt verändern?

Kate: Ja, absolut. Musik ist so kraftvoll. Ob individuell oder gesellschaftlich, sie kann Menschen berühren, bewegen, verbinden. Bei Konzerten spürt man das ganz stark.

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