Kings Never Die - Raise A Glass Cover

Kings Never Die – Raise A Glass (EP) – Review

Schon lange keinen zünftigen Old-school-Hardcore mehr geballert?! Dann solltet ihr es mal mit der EP “Raise A Glass” von KINGS NEVER DIE versuchen. Ganz schön vollmundiger Name, für eine Band, die aus dem Nichts zu kommen scheint. Schaut man genauer hin, merkt man, dass die Mitglieder der Hardcore-Band aus New York und New Jersey kommen und schon Erfahrungen in Topbands wie MURPHY’S LAW und DOG EAT DOG gesammelt haben. Und genau das hört man natürlich auch.

Auf den Punkt

Mit einem breitbeinigen, messerscharfen Riff stellen sich KINGS NEVER DIE nonverbal vor, bevor sie die erste Pitbombe zünden. “Before My Time” scheint direkt mit der Zeitmaschine eingeflogen zu sein und klingt nach den guten alten Tagen, in denen ein Bass im Hardcore noch was zu sagen hatte und man sich nicht zu fein war Plattitüden wie “one for all, all for one” zu skandieren. In diesem einen Moment im Club war das ja auch die Wahrheit. KINGS NEVER DIE schunkeln scharf nach vorne, alles ist auf Bewegung und Action ausgelegt. “Never Know What You Might Find” hat dann ordentlich mit Punk gegurgelt und lässt sich von dem Drums erst im Kreis dirigieren, dann zu einer Runde Two Step nötigen und schließlich mit einem nackendrückenden Riff ins Finale prügeln.

Gerne mehr davon

Das Highlight der EP ist dann sicher der Titelsong, mit den Urgesteinen Mike und Vinnie von AGNOSTIC FRONT im Schlepptau. Sichere Bank will man meinen und das ist auch so. Die nach DROPKICK MURPHYS klingende Kneipenhymne, die einen Toast auf alle Verlorenen ausspricht, klingt zwar nach einer reinen Kumpelsache, aber sei es drum. Ansteckend ist die harsch-schunkelnde Stimmung mit dem anheizenden Riffings auf jeden Fall, auch wenn alle Beteiligten sicher schon weniger schief gesungen haben und das Solo etwas wirr im Kopf macht. Leider ist nach einem guten Viertelstündchen schon Schluss mit der Party und mit “The Juice” gibt es einen herrlich hektisch gezockten Ringeltanz mit einem ausufernden Instrumental als Rausschmeißer. Spannend wäre natürlich zu hören, was KINGS NEVER DIE auf Albumlänge schustern.

Dauer: 13:52
Label: EU, Vertrieb von Coretex
VÖ: digital 24.01.2020, Vinyl 07.02.2020

Tracklist “Raise A Glass” von KINGS NEVER DIE
Before My Time
Never Know What You Might Find
Raise A Glass (feat. Vinnie Stigma und Mike Gallo von AGNOSTIC FRONT)
The Juice

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