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Knocked Loose – A Different Shade Of Blue – Review

Du denkst, Du hast schlechte Laune? KNOCKED LOOSE lehren Dich mit “A Different Shade Of Blue”, wie sowas zu klingen hat. Wüterich Bryan Garris und seine Kollegen legen auf ihrem zweiten Album nochmals eine Schippe drauf. Klanglich optimal in Szene gesetzt wurden sie von keinem Geringeren als Will Putney (u.a. FIT FOR AN AUTOPSY, THY ART IS MURDER, NORTHLANE, STRAY FROM THE PATH…), der sich dafür an der Liveenergie der Band orientierte.

Don’t call it beatdown!

Komplett einmal durch alle angrenzenden Genrebeete stöbernd, haben KNOCKED LOOSE alles guten Eskaltionsmöglichkeiten auf “A Different Shade Of Blue” zusammengeführt. Etwas Slam, etwas Death, Metal und ganz viel Hardcore. Eiskalt kalkulieren die fünf Musiker aus Kentucky bedrückende Welten, lassen alles nur keinen Frohsinn aufkommen. Alle Songs dürfen sich aber etwas mehr Raum gönnen, es gibt trotz all der blinden Wut auch deutlich erkennbare Strukturen und nachvollziehbare Spitzen. KNOCKED LOOSE punkten nicht mit Schnelligkeit, auch wenn einige Schellen ausgeteilt werden.

Es ist eher die Vehemenz, die unfassbar spitzen Schreie und dann dazwischen die verstörenden ruhigen Momente. Wie ein angeschlagener Boxer scheinen KNOCKED LOOSE immer wieder aufzustehen und umso angepisster in die nächste Runde zu taumeln. Dank der kreativen und wendigen Instrumentalfraktion, gibt es auf “A Different Shade Of Blue” sehr viel zu entdecken. Das abschließende “Misguided Son” lässt den Hörer absolut zerstört und angeschlagen zurück, definitiv kein Album für nebenbei.

Knocked Loose, 2019

Eine gemischte Tüte Wut bitte

KNOCKED LOOSE haben sich Emma Booster und Keith Buckley (EVERY TIME I DIE, THE DAMNED THINGS) an Bord geholt. Aber auch alleine weiß Bryan Garris mit seinen persönlichen Texten zu überzeugen. Im packenden “..And Still I Wander South” setzt er sich mit dem festen Willen und Mut zur Veränderung – und dem Scheitern daran – auseinander. Kompromisslos ist das Schlagwort für “A Different Shade Of Blue” von KNOCKED LOOSE. Die Band lässt sich nicht festlegen, geht nicht auf Nummer sicher und lebt sich einfach komplett aus. Hier werden keine Hotelzimmer, sondern gleich eine ganze Kleinstadt in Schutt und Asche gelegt. Fans von CODE ORANGE oder EMPLOYED TO SERVE sollten mal reinhören.

Tracklist “A Different Shade Of Blue” von KNOCKED LOOSE
Belleville
Trapped In The Grasp Of A Memory
A Serpent’s Touch (Ft. Emma Boster)
By The Grave
In The Walls
Guided By The Moon
Mistakes Like Fractures
Forget Your Name (Ft. Keith Buckley)
Road 23
..And Still I Wander South
Denied By Fate
Misguided Son

Dauer: 38:08
Label: Pure Noise Records
VÖ: 23. 08.2019

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Noch mehr Bock auf Hardcore? Hier findet ihr die Review zu “Out Of Control” von GIDEON und Old-school-Hardcore der alten Schule, gibt es von AGNOSTIC FRONT, die Review zu “Get Loud!” findet ihr hier.

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