Lest die Review zu "Insurrection" von MANØVER bei krachfink.de

Manøver – Insurrection – Review

Mit dem Album „Insurrection“ geht die Band MANØVER nicht dem Drang nach, gute Laune zu verbreiten. Die Münsteraner stellen mit ihrem Mix aus Crust und extrem verzögertem Sludge eher das um sich greifende Moloch dar und walzen die miese Stimmung und schlechten Prognosen genüsslich aus. Sänger Malte setzt mit seiner Gitarre vereinzelt Akzente, aber im Großen und Ganzen verliert man sich schnell in dem dunklen Strudel. Dabei setzt das Trio nicht ausschließlich auf Schnelligkeit, aber auch nicht durchweg auf dumpfen Druck. PORTRAYAL OF GUILT sind ein guter Referenzpunkt für die ultrafiese und stimmungsdrückende Mischung und rein inhaltlich geben Artwork und Bandfoto eindeutige Hinweise.

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MANØVER 2026

Zwischen Sumpf und Schwere

In vielen Momenten wirkt „Insurrection“ von MANØVER auch wie auf 33 statt 45 abgespielter Death- oder Black-Metal. Dieses In-die-Länge-Ziehen hat allerdings seinen Charme, ist aber mitnichten für jede Situation geeignet. Der Opener „Spiraling Down“ startet mit einem an Western Noir erinnernden und die Ödnis abbildenden Anfang. Nach und nach fließt die metallische Urgewalt in die Komposition und reichert die Schwärze im Verlauf von siebeneinhalb Minuten an. Dieses zähe Vorgehen muss man wollen – MANØVER sind nicht repetitiv, aber auch nicht bemerkenswert abwechslungsreich. „Insurrection“ lebt von der Atmosphäre, dem sinnbildlichen Sumpf, in dem man versinkt, sobald man das Album startet.

Dunkelheit als Konzept

Wenn sich MANØVER auf „Insurrection“ mal in Bewegung setzen, sind sie deutlich ausdrucksstärker und nachhaltiger. Voll aufgedrehter Gain, ein fieses Main-Riff und ein nach vorne kloppendes Schlagzeug haben eine schnellere Durchschlagskraft als ein kunstvoll ausgewalzter Aufbau. Für den Verlauf der Platte ist gerade die Mischung ausschlaggebend. Aufgenommen wurde „Insurrection“ in der Tonmeisterei in Oldenburg, der Sound ist perfekt auf die schon fast abweisende Stimmung angepasst und versetzt beim Zuhören beinahe in eine lethargische Starre. Wer darauf Bock hat oder seine gute Laune mal bewusst auf null setzen möchte, wird mit „Insurrection“ zufrieden sein.

Dauer: 40:06
Label: Fucking Kill Records & Santa Diabla
VÖ: 01.05.2026 (digital), 15.05.2026 (Vinyl und Tape)

Tracklist „Insurrection“ von MANØVER
Spiraling Down
Hysteria
Narcissists Abyss
Entity
Worlds Decline
State Thugs
Revolt
Bombshell Disease
Extraction

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