Memoriam-Requiem for Mankind Artwork

Memoriam – Requiem For Mankind – Review

Jetzt wollen es die Herren aber wissen – “The Silent Vigil” ist gerade mal ein Jahr alt, da meldet sich die britische Todes-Allstar-Band MEMORIAM schon mit einem neuen Album zurück. Damit machen sie besonders den Anhänger der alten Schule eine Freude. Das atmosphärische “Shell Shock” bläst zur Ouvertüre und leitet walzend in die kommenden fast 50 Minuten ein. Auch wenn MEMORIAM keine großen Sprünge machen und selbstredend nicht als innovativ bezeichnet werden dürfen, so legen sie doch mit “Requiem For Mankind” ihr besten Werk bisher vor. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Sound richtig endlich richtig knallt und dem Material gerecht wird.

MEMORIAM drücken fest von hinten

Drücken statt poltern, so lautet die Devise auch dieses Mal. MEMORIAM arbeiten wieder wenig mit Schnelligkeit und erzeugen ihren Druck eher durch brachiale Vehemenz. Immer nach vorne, immer drücken. Dieses Andenken macht auf jeden Fall Spaß und es ist äußerst erfreulich, dass Sänger Karl Willets sich zum Weitermachen und nicht für das Aufhören entschieden hat. Sein bemerkenswerter Gesang setzt MEMORIAM natürlich weiterhin die Krone auf, auch die Songs sind noch etwas runder und griffiger. Mal neigt sich die Waage Richtung Groove (“Fixed Bayonets”), mal wird mehr Wert auf Melodie gelegt und durchweg herrscht diese angenehme Beklemmung. Trotz allen Verneigungen vor den beiden bekannten Bands und dem generellen Blick in den Rückspiegel des Death Metals, klingt die Band nicht angestaubt. An manchen Stellen zeigen sich MEMORIAM sogar überraschend modern, vieles würde schneller abgespielt als guter Hardcore durchgehen.

Tendenz nach oben

Nun durfte ich die Band auf dem Summer Breeze 2017 live erleben, auch damals schon eine beeindruckende Show und deutlich intensiver als auf Platte. Sollten MEMORIAM sich also live mit “Requiem For Mankind” auf Tour begeben, ist das absolut empfehlenswert. Wer “Requiem For Mankind” von MEMORIAM kauft, wird nicht nach Innovation schreien und insgeheim eher auf eine gute Mischung aus BOLT THROWER und BENEDICTION hoffen. Das – und noch ein bisschen mehr – ist hier definitiv drin, Tendenz steigend.

Für Leute, die…
schon die vorherigen Alben mochten.

Tracklist “Requiem For Mankind” von MEMORIAM
Shell Shock
Undefeated
Never the Victim
Austerity Kills
In the Midst of Desolation
Refuse to Be Led
The Veteran
Requiem for Mankind
Fixed Bayonets
Interment

Dauer: 48:03
Label: Nuclear Blast
VÖ: 21.06.2019

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Knackig weiter geht es mit der EP “Thy Messenger” von VADER, die Review dazu findet ihr hier.

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