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Metallica – Das Sonderheft (ROCK CLASSICS #34) – Review

Die Zeitschrift Rock Classics widmet METALLICA, der erfolgreichsten Metalband unserer Zeit, ein pralles Sonderheft. Wen wundert’s, nach vierzig Jahren Erfolgsstory? Trotz einiger Höhen und Tiefen lassen sich Lars Ulrich, James Hetfield, Kirk Hammett und Roberto Trujillo nicht aufhalten, verkaufen Alben ohne Ende und stehen regelmäßig an der Line-up-Spitze der relevanten Festivals weltweit. Selbst wenn man schon viel über die Bandgeschichte von METALLICA und die Lebensläufe der unterschiedlichen Bandmitglieder weiß, dann gibt es in diesem Sonderheft auf 98 Seiten tatsächlich noch Neues und Interessantes zu erfahren.

Vier Jahrzehnte mit Höhen und Tiefen

Was an dem Sonderheft über METALLICA besonders positiv auffällt, ist die Tatsache, dass die Karriere der Band nicht schöner und sympathischer geschrieben wird, als sie war und ist. Auch die offensichtlichen Schwächen der einzelnen Bandmitglieder werden nicht ausgespart und die weniger guten Alben. Spätestens seit der Dokumentation “Metallica: Some Kind Of Monster” war die mittlerweile überwundene Alkoholsucht von Sänger und Gitarrist James kein Geheimnis mehr.

Zwei Egos im Dauerclinch

Und man weiß auch von dem Ruf von Drummer Lars, im Hinblick auf seinen nervigen Charakter und sein Handwerk. Die Egos von Lars und James sind zweifelsohne der treibende Motor für den Erfolg von METALLICA, Kirk gleicht die beiden Hitzköpfe von jeher aus. Rock Classics beleuchtet auch die nicht ganz so offensichtlichen, musikalischen Einflüsse und äußeren Umstände, die METALLICA über die Jahre zu dem gemacht haben, was sie heute sind. Und ohne auszusparen, dass wir es mit musizierenden Millionären zu tun haben, bleibt unterm Strich die sympathische Geschichte von vier Typen, die Träume hatten, Bier tranken, Skateboarden liebten und angefangen haben, mit viel Spaß Thrash Metal zu spielen. So manche Band von heute kann und wird sich daran orientieren.

Alles Wesentliche dabei

Rock Classics geht die Bandgeschichte und alle Bandmitglieder in Ruhe durch, schweift aber auch nicht unnötig ab. Wie es ihnen gelungen ist, tatsächlich noch Fotos und auch alte Interviews von METALLICA aufzutreiben, die man noch nicht zigfach irgendwo gesehen hat, ist mir ein Rätsel. Selbstverständlich geht es auch um Dave Mustaine, Jason Newsted und Cliff Burton, wohl die drei bekanntesten Ex-Mitglieder von METALLICA. Aber auch der erste Bassist Ron McGovney und andere Weggefährten wie den Gründer des Labels Metal Blade Brian Slagel und den Produzenten Flemming Rasmussen, die enormen Einfluss auf die Karriere hatten, kommen zu Wort.

Alle bisher veröffentlichen Alben werden intensiv beleuchtet, man kriegt richtig Bock, die komplette Diskografie nochmals am Stück durchzuhören. Wer dann entsprechend angefixt ist, kann sich am Ende auf die Übersicht mit weiterführenden Büchern oder Filmen über METALLICA stürzen. Und man merkt auch wieder: It was a man’s world.

Seiten: 98
Verlag: SLAM Media GmbH
VÖ: 09.12.2021

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