Metallica 2018_Ross_Halfin_250

Metallica, Ghost und Bokassa, Maimarktgelände Mannheim – Livebericht vom 25. 08. 2019

METALLICA mit viel Tam Tam und Getöse

METALLICA fahren selbstverständlich das komplette Programm ab. Nach dem obligatorischen Intro mit “The Ecstasy of Gold” und den ebenso obligatorischen Fanchören dazu, ballern die vier Herren los. Der Song “Hardwired” vom aktuellen Album knallt live aber deutlich mehr als auf Platte. Im weiteren Verlauf des Abends thrashen sich METALLICA fast einmal quer durch ihre Diskographie und überraschenderweise hat man nicht den Eindruck, dass das Publikum nur die Klassiker hören will.

Songs wie “Sad But True” , “Master Of Puppets” oder “For Whom The Bell Tolls” hängen natürlich schon länger in den Köpfen der Fans und weisen auch deutlich mehr Mitsingpotential auf. Es ist unglaublich, wie viele – auch junge – Leute Shirts des verstorbenen METALLICA-Bassisten Cliff Burton tragen, obwohl er schon so lange tot ist. Man darf auch darüber schmunzeln, dass James Hetfield seit Jahrzehnten die gleichen Gesten und gleichen Sprüche bringt und damit offensichtlich immer noch erfolgreich ist. Aber gut, Tradition muss sein.

Metallica Band 2018 Ross Halfin

Laser blitzen über das Gelände, Feuerfontänten, Nebelschwaden und auf den Leinwänden geht auch einiges ab. Über zu wenige Show wird sich ganz sicher niemand beschweren. Besonders gut sind die Szenen, in denen Drummer Lars auf der Leinwand von oben gezeigt wird. Es macht Spaß, ihm beim (teilweise angestrengten) Knüppeln, am besten mit der Zunge im Mundwinkel, zuzuschauen. Seit Robert Trujillo vor mittlerweile schon 16 Jahren als Nachfolger von Jason Newsted als Bassist dazugestoßen ist, ist zumindest auf der linken Seite auch die dauerhafte gute Laune eingekehrt. Der sympathische saitenzupfende Schrank scheint jedes Mal großen Spaß beim eigenen Konzert zu haben. Sein Sohn Ty half bereits 2017 bei KORN als Bassist aus, er hat das Talent also vererbt.

James will wissen: How does it feel to be alive?

In Wien coverte Metallica “Schifoan” von WOLFGANG AMBROS, in Köln gab es ihre Version von “Viva Colonia”, die Berliner durften sich über “Engel” von RAMMSTEIN freuen und in München machten sich METALLICA an “Skandal im Sperrbezirk” von der SPIDER MURPHY GANG. Dementsprechend gespannt waren die Mannheimer, welches Ständchen ihre Stand bekommen würde. Natürlich lag irgendwas der SÖHNE MANNHEIMS nah, aber METALLICA entscheiden sich für “König von Deutschland” von RIO REISER. Laute Fanchöre geben Roberto und Kirk Rückendeckung. Für eingefleischte Fans wird allerdings der Song “The Outlaw Torn” vom Album “Load” das Highlight des Abends sein, da dieser wirklich sehr selten gespielt wird.

Als METALLICA nach fast 2 Stunden mit “Enter Sandman” und einem fulminanten das Konzert beenden, sehen die meisten Leute sehr zufrieden aus. Wahrscheinlich war es für viele nicht das erste Konzert von METALLICA und sicher für die meisten nicht das letzte.

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