Lest die Review zu "In Stasis" von MONUMENTS bei krachfink.de

Monuments – In Stasis – Review

Keine Ahnung woran genau es liegt, aber wenn die Briten von MONUMENTS anfangen auf ihrem mittlerweile vierten Album “In Stasis” die Rhythmusstränge kreuz und quer zu verlegen und das innere Klangbild auf den Kopf drehen, dann wirkt das sehr entspannend. Es sind nicht mal die harmonischen Gesänge, die den knallharten Djent immer wieder durchbrechen.

Es ist eher das beruhigende Gefühl, dass irgendjemand das Chaos zelebriert und im Griff hat. Und irgendwie auch die Tatsache, dass böse und gut koexistieren müssen und dürfen. Man muss das Album mehrfach hören, die Musik gefühlt nach vorne, seitwärts und rückwärts aufnehmen, um dem ansatzweise gerecht zu werden, was die Band hier fabriziert hat. Erst dann nimmt man Feinheiten angemessen wahr.

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MONUMENTS, 2022, Credit Joeseth Carter)

Chaos-Kino zum Durchlüften

Nicht selten erreichten MONUMENTS cineastische Sphären, vieles auf “In Stasis” eignet sich als Untermalung für einen Sci-Fi-Streifen, mit dystopischem Anstrich wohlgemerkt. Mit Mick Gordon als Featuregast hat die Band einen erfahrenen Komponisten für bekannte Videospiele zu Gast, eventuell gab es auch von der Seite aus Inspiration. Auch wenn ich das Gesamtkunstwerk zu schätzen weiß, dann wäre ich auch nur mit den Drums von Mike Malyan zufrieden gewesen. Wie er die Räume weit und im nächsten Moment ganz dicht macht, ist beeindruckend anzuhören.

Bestes Werk bisher

Auch die organischen Einschübe von Akustikgitarren und Streichern, werten die Platte enorm auf und sorgen für den maximalen Kontrast aus ruckelnder Kälte und wärmenden Inseln – Sänger Andy Cizek trägt beide Temperaturen mühelos vor. Unterm Strich ist “In Stasis” von MONUMENTS überraschend stark und hebt sich von dem üblichen Genre-Einheitsblabla deutlich ab. Man muss allerdings die Geduld mitbringen, erst beim dritten oder vierten Durchlauf zu werten und nicht sofort überfordert aufzugeben.

Wuchtig und wimmelnd

Feiner Zug von MONUMENTS mit dem Opener “No One Will Teach You feat. Neema Askari” auch nochmals den ehemaligen Sänger zu pushen. Für ihre Verhältnisse kommen MONUMENTS auf “In Stasis” schnell auf den Punkt, lediglich das wuchtig-wimmelnde Finale “The Cimeerian” artet auf gute acht Minuten aus und das sogar vollkommen zurecht. Ansonsten laufen die Kompositionen durchschnittlich unter fünf Minuten ins Ziel, jede einzelne lässt die Hörerinnen und Hörer gleichermaßen frei gepustet und erschöpft zurück. MONUMENTS minimieren das Risiko, das jede Melodie irgendwann konserviert wird. Denn das, was sie erschaffen, ist herrlich abseitig und hebelt alles Normale mühelos aus.

Dauer: 50:11
Label: Century Media
VÖ: 15.04.2022

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Tracklist “In Stasis” von MONUMENTS
No One Will Teach You feat. Neema Askari
Lavos
Cardinal Red feat. Mick Gordon
Opiate
Collapse
Arch Essence feat. Spencer Sotelo
Somnus
False Providence
Makeshift Harmony
The Cimmerian

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