Nevalra Conjure The Storm Artwork

Nevalra – Conjure The Storm – Review

“Conjure The Storm” von NEVALRA wurde von Dan Swanö gemixt und gemastert. Das Artwork wurde von Seth Siro (u.a. SEPTICFLESH) gestaltet, sieht man auch deutlich. Ok, manchen reicht das schon, um zumindest mal reinzuhören, welches Kaliber der Black-Death-Metal der amerikanischen Band aufweist. Grundsätzlich besteht die Band aus Sänger und Gitarrist Scott Eames und Bassist Cody Sprock. Für Drums im Studio und auf Tour, wurde jeweils ein Musiker engagiert. Gute Connections auf der einen Seite, auch ein knackiges Tourpaket mit CARACH ANGREN, WOLFHEART und THY ANTICHRIST steht an, aber dann “nur” ein Duo. Die vielen Infos wirken vorab beeindruckend und gleichermaßen verwirrend, aber wie genau klingen denn nun die 45 Minuten musikalischer Hack? Um die Spannung gleich vorwegzunehmen; ziemlich gut!

NEVALRA werden ihr Publikum finden

NEVALRA, bzw. der Songwriter Scott Eames, wissen ganz genau, wie der Hase zu laufen. Er weiß auch in welche Richtung, mit welcher Geschwindigkeit und welche Haken ganz ansprechend aussehen. Rein kompositorisch gibt es auf “Conjure The Storm” somit nichts wirklich bahnbrechend Neues, aber immerhin Altbekanntes in Topumsetzung. Ob es jetzt wirklich für 44 Minuten zwingend gutes Material gab, ist diskutabel. Der harsche Gesang, zwischen spitz und guttural wechselnd, passt perfekt und nimmt die Dynamik des jeweiligen Songs gut auf. NEVALRA setzen oft orchestrale Elemente ein (“Saeculum”), überborden die Songs aber nicht damit und ziehen einen ordentlichen Nackenbrecher (“It Dies In Vain”, “Prophet For Profit”) immer der epischen Explosion vor. Somit machen sie ihre Songs also am Ende nur dicker und nicht weicher. Gleiches gilt für das Intro und diverse Interludes. Kurz bevor es zu viel wird, zieht die Band zurück und widmet sich dem eigentlichen. Nämlich den Schellen, den Riffs und den beeindruckenden Soli. Schnelligkeit steht dabei immer hinten an, allerdings ohne Härte einzubüßen. Man kann schon gut nachvollziehen, warum Eames und Sprock einfach zu zweit loslegt haben. Weil sie es können, so einfach ist das.

Härte steht im Vordergrund

NEVALRA gefallen mir besonders gut, wenn sie etwas Folk bzw. Pagan Metal (“Kismet”) einfließen lassen. Zusammen mit etwas reduzierten Tempo und dem trotzdem dagegen stemmenden Gekreische, entwickelt sich dann eine einnehmende Melancholie, die sich vom Rest abhebt (“Take Your Leave”). Weiterer Pluspunkt ist, dass die Amis auch wenig unnötigen Ballast aufladen und ganz selten zu weit ausholen. Das Meiste auf “Conjure The Storm” ist effektiv komponiert und läuft mit guten vier bis höchstens fünf Minuten ins Ziel. Wenn NEVALRA ihr Material live genauso selbstbewusst vortragen, wie sie sich vermarkten, dann macht das garantiert richtig Spaß. Nicht sonderlich innovativ, aber mit Druck und dem durchweg spürbaren Willen, hier einfach harten, guten Metal abzuliefern. NEVALRA werden ihr Publikum finden!

Für Leute, die…
es gerne grober, aber trotzdem melodisch mögen.

Tracklist “Conjure The Storm” von NEVALRA
Warchestra
…Of Ruination
Amidst the Ivory Towers
Saeculum
Conjure the Storm
It Dies In Vain
Kismet
Take Your Leave
I am the Sun
Prophet For Profit

Dauer: 44:10
Label: Phd Music
VÖ: 07.06.2019

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