Lest die Review zu "Atoned In Metamorphosis" von PREDATORY VOID bei krachfink.de

Predatory Void – Atoned in Metamorphosis – Review

„Atoned in Metamorphosis“ von PREDATORY VOID benötigt weniger als eine Viertelstunde, um sich für eine der stimmigsten Platten der letzten fünf Jahre zu bewerben. Was die belgische Death-Sludge-Metalband hier vorlegt, ist atemberaubend. Selbstbewusst mahnt uns Lina R im eröffnenden „Make Me Whole“ vor falschem Vertrauen und stimmt uns auf den kommenden Trip nach innen ein. Die Gitarren von Thijs de Cloedt und Tim De Gieter schlagen parallel zueinander sich nach und nach überkreuzende Schneisen in ihre Klage. Wie hier alles zusammenläuft, ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf den grandiosen Wahnsinn, der dann folgt.

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PREDATORY VOID 2026, Foto von Tetiana Malezhyk

Schneisen aus Schmerz

„I feel hollow..“, singt sie sanft im anschließenden „New Moon“, während Vincent Verstrepen ihren Schmerz mit Black-Metal-Attacken niederwalzt. Da PREDATORY VOID mitnichten plump sind, verselbstständigt sich der Song von da an, schlägt in alle Richtungen aus, verpuppt und wandelt sich zu einem dystopischen Zwiegespräch, das sich von der Musik verstärken oder ihr Raum geben lässt. Dass PREDATORY VOID in dieses züngelnde Biest noch so etwas wie einen packenden Refrain zücken können, ist unglaublich.

Klage in Bewegung

Mit „Peeling Cycle“ kratzen uns PREDATORY VOID dann vom Boden ab. Da liegen wir schon längst komplett erschöpft, denn mit leichter Kost haben wir es nicht zu tun. Schwere, beklemmende Riffs verdunkeln jede Freude, entlastet wird der immer stärker werdende Druck dann durch die eindringlichen Schreie nach Sühne. Musik und Gesang verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk von alptraumhafter Qualität. Das Klangbild zerrt an den Nerven, aber gerade wegen der vielen Wendungen und Kontraste, die PREDATORY VOID im Schwarz finden, ist „Atoned in Metamorphosis“ so packend. Alarmierend spitz und gleichzeitig beruhigend versuchen die Gitarren, die Aufruhr zu besänftigen, während die Schreie dahinreichen, wo man eigentlich gar nicht hinmöchte.

Wut als Erlösung

„Atoned in Metamorphosis“ ist anstrengend im ausdrücklich positiven Sinne, denn PREDATORY VOID nehmen bei ihren Kompositionen keine Rücksicht auf das Bedürfnis nach sofortiger Nachvollziehbarkeit. Es geht um die vollständige Reise, vom Verletztwerden über den absoluten Tiefpunkt, den kurzen Moment der Ausweglosigkeit und die befreiende Wut. Eigentlich ein Seelendrama in vier Akten. Grandios! Die Vergleiche zu OATHBREAKER, CELESTE und ROLO TOMASSI liegen nah, aber auch Splitter von SOPOR AETERNUS klingen an.

Dauer: 13:27
Label: Pelagic Records
VÖ: 06.02.2026

Tracklist „Atoned in Metamorphosis“ von PREDATORY VOID
Make Me Whole
New Moon
Peeling Cycle
Contemplation

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