Trash Talk – No Peace – Review

Es gibt sehr viele Gründe, auch fast 5 Jahre nach der Veröffentlichung eine Review zum Album “No Peace” von TRASH TALK zu schreiben. Schon alleine der breitbeinige Einstieg, (mit einem Basssound, den Lemmy von MOTÖRHEAD geliebt hätte) lässt zu Recht aufhören. Ab da gibt es mit ausgestreckter Faust mitten ins Gesicht. Sorry for no Sorry. Um die Stimmfarben von beiden Sängern, Lee Spielman und Spencer Pollard, zu produzieren, muss man mindestens einen Monat nonstop rauchen und saufen. Die Riffs von TRASH TALK sind alle bis zum Anschlag mit Groove vollgetankt und – das muss erlaubt sein – erschreckend simpel. Gerade gestern habe ich eine Doku über das Krieger-Gen gesehen, die Kerls von TRASH TALK haben es mit großer Sicherheit.

TRASH TALK stören den Frieden – OMG!

Ändert den Takt etwas, dimmt das Licht und werft die Nebelmaschine an, haut Doublebass und gutturales Gekrächze drauf, fertig ist das Ein-Mann-Black-Metal-Projekt. “Sick of it, so fucking sick of it…” bellen TRASH TALK in “Leech” und man glaubt ihnen jede einzelne, vor die Füße gerotzte Silbe. Drummer Thomas Pridgen prügelt schneller als die schnellste Maus von Mexiko und ohne Unterlass. Er schlägt so dermaßen gekonnte Haken, dass man ihn einfach nicht eingefangen und strukturiert kriegt (“Prometheus”). Das “No Peace” spuckt aber nicht nur Gift und Galle, sondern greift darüber hinaus noch massiv die Tanzbeine an. Bassist Spencer, ja er singt und spielt Bass, untermauert alle Kompositionen mit einem markanten Rhythmusfundament. Er gönnt sich häufig einen pervers verzerrten Basssound, der einfach nur göttlich ballert und drückt.

Ein Bastard mit dicken Eiern und Bewegungsdrang

TRASH TALK zaubern in den kurzen Happen, die meistens Song kommen gerade mal auf zwei Minuten, eine dichte Atmosphäre und wiederholen sich nicht nennenswert. Das von allen Seiten zudrückende “Locked in Skin”, das monstermäßig schwankende und schon fast als Hardcore-Wave durchgehende “Just A Taste” oder das komplett abgenagte und aggressiv runtergerockte “Jigsaw” mit den gegrölten Gangshouts, sind nur drei von vielen bemerkenswerten Spitzen des Albums . Der Albumtitel “No Peace” ist passend. Klammert man das Intro aus, gibt es hier wirklich durchgehend ohne Unterlass ein wilden Batzen nach dem anderen vor den Latz geknallt. So muss Hardcore sein, der Weg geht immer nach vorne. Von unten geht es immer nach oben. Wer seinen Club kernsanieren möchte, sollte TRASH TALK buchen.

Bestens geeignet, …
um zu demonstrieren, dass sich Hip Hop, Hardcore und Black Metal doch einiges gemeinsam haben.

Tracklist zu “No Peace” von TRASH TALK
Amnesiatic
Jigsaw
The Hole
Leech
Cloudkicker
Body Stuffer
Nine Lives
Monochrome / F.F.S.
The Great Escape
Locked In Skin
S.O.S.
Prometheus
Just A Taste
Reprieve
Still Waiting For The Sun
Stackin’ Skins – Featuring – King Krule

Dauer: 31:12
Label: Odd Future Records
VÖ: 26.05.2014

Alben, die Dir gefallen könnten:
TO LIVE AMONG WOLVES – (Dis)Honored
WESTERN ADDICTION – Frail Bray
LION’S LAW – The Pain, The Blood And The Sword
ROTTING OUT – Ronin
RAISED FIST – Anthems
KINGS NEVER DIE – Raise A Glass (EP)
AGNOSTIC FRONT – Get Loud!
RETURNED – I Once Cared (EP)
LIONHEART – Valley Of Death
DEEZ NUTS – You Got Me Fucked Up
STRAY FROM THE PATH – Internal Atomics
SHOW ME THE BODY – Dog Whistle
BODY COUNT – Carnivore
RISK IT! – Era Of Decay
EMPLOYED TO SERVE – Eternal Forward Motion
KNOCKED LOOSE – A Different Shade Of Blue
POLAR – Nova
YEAR OF THE KNIFE – Internal Incarceration
CODE ORANGE – under the skin

TRASH TALK bei Facebook

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.