cover Skindred - Roots Rock Riot

Skindred – Roots Rock Riot (Re-Release) – Review

SKINDRED sind schuld! An diversen Knieproblemen, wegen massivem Hüpfzwang, aber auch an richtig guter Laune auf Festivals und so manche Möglichkeit, um den Kater wegzutanzen. Nun veröffentlicht die britische Reggae-Alternative-Punk-Rock-Band ihr zweites Album “Roots Rock Riot” – zweifelsohne ein Klassiker – neu. Es ist verblüffend, wie gut die Kompositionen nach mittlerweile immerhin 14 Jahren noch zünden.

Stabil wie ein Panzer und immer gute Laune

“Cause Ah Riot” ist einer der wenigen Momente, in denen sich SKINDRED nach anderen Bands strecken, in diesem Fall extrem nach SYSTEM OF A DOWN. Dabei hat und hatte die Band das niemals nötig, denn alleine mit einem agilen und talentierten Frontmann wie Benji Webbe kann kaum etwas schiefgehen. Umso besser, dass die Rhythmusfraktion auch so stabil steht wie ein Panzer und somit die Möglichkeit bietet, darauf kreativ herumuzutollen. SKINDRED stehen von jeher für Bewegung, vor der Bühne, auf der Bühne und gerne auch daheim. Es ist kaum möglich, bei “Roots Rock Riot” still zu bleiben und nicht mindestens massiv mit dem Kopf zu wippen. Man muss nicht unbedingt offen für unterschiedliche Genres sein, hilfreich ist es aber und SKINDRED einfach als Crossover zu kategorisieren, wäre echt frech. Wer früher Need For Speed Underground 2 gezockt hat, wird ebenfalls musikalische Flashbacks kriegen.

Die Balance steht

SKINDRED halten auf “Roots Rock Riot” auffällig gut die Waage zwischen Harmonie und Aggression (“Choices And Decision”), das zählt bis heute zu ihren Stärken. Der Wechsel geschieht teilweise fast im Sekundentakt und pumpt die Songs damit ganz organisch mit Dynamik auf. In Songs wie “Babylon” serviert die Band dann allerdings jeden Gang einzeln, was aber genauso gut funktioniert. Es dauerte allerdings noch einige Jahre, bis SKINDRED auch hier in Deutschland Dauergast auf den Festivals wurden, und gerade live ist die Band der Hammer. Dass sie überhaupt dorthin gekommen sind, ist unter anderem dem Anschub und Erfolg von “Roots Rock Riot” zu verdanken, es gelingt selten die Energie einer Band so stark auf das Album zu bannen. Rückblickend wird jetzt klar, wie viele Schritte SKINDRED auch schon kompositorisch vorne lagen. Manche Bands verkaufen die Tricks von damals schon wieder als neu.

Gute Laune hat kein Verfallsdatum

Die drei abschließenden Bonussongs alleine sind kein Grund, um den Re-Release “Roots Rock Riot” von SKINDRED zu kaufen. Auch wenn die schön intuitiv wirkende Akustikversion von “Destroy The Dancefloor” überraschenderweise extrem gut klingt . Es sind eher die bemerkenswert gut gealterten Songs und der Gute-Laune-Boost, der auch 2021 noch wirkt. Bestätigte Nebenwirkung ist nur gute Laune, ganz bestimmt.

Dauer: 56:20
Label: Hassle Records
VÖ: 23.04.2021

Tracklist “Roots Rock Riot” von SKINDRED
Roots Rock Riot
Trouble
Ratrace
State Of Emergency
Alright
Destroy The Dancefloor
Rude Boy For Life
Killing Me
Spit Out The Poison0
Cause Ah Riot
Ease Up
Choices And Decisions
It’s A Crime (Bonus)
Struggle (Bonus)
Destroy The Dance Floor – Acoustic(Bonus)

Artikel, die Dir gefallen könnten:
WHILE SHE SLEEPS – Sleeps Society
BIFFY CLYRO – A Celebration Of Endings
COUNTERPARTS – Nothing Left To Love
WAGE WARE – Pressure
GOJIRA veröffentlichen Video zum Song “Fortitude”
LOVE AND DEATH – Perfectly Preserved
Audio-Interview mit Sushi von Ghøstkid zum Debütalbum
DEEZ NUTS – You Got Me Fucked Up
GHØSTKID – s/t
HOLLYWOOD UNDEAD – New Empire Vol.1
ESKIMO CALLBOY – Rehab
BLACK FUTURES – Never, Not, Nothing
SELFISH THINGS – Logos
VUKOVI – Fall Better
THE OKLAHOMA KID – SOLARRAY
OCEAN GROVE – Flip Phone Fantasy
HUNNY veröffentlichen Video zum Song “Sport With Strangers”
STEPSON – Help You, Help Me
JESTRESS veröffentlichen Video zum Song “Wastelands”

SKINDRED bei Facebook

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.