Lest die Review zu "Are We Bored My Dear" von SLUT bei krachfink.de

Slut – Are We Bored My Dear (EP) – Review

Mit ihrer EP „Are We Bored My Dear“ stellt die deutsche Rockband SLUT die Langeweile in den Fokus. Ist es nicht grundsätzlich gut, den Reiztanker mal leerlaufen zu lassen? Ist Langeweile gleichzusetzen mit Sattsein? Die Band hält beides für möglich und untermalt ihre gedanklichen Streifzüge mit sanft aufstampfendem Indie. Grundsätzlich kann man alles, was in der guten Viertelstunde dargeboten wird, auf das Große und das Kleine beziehen.

Locker bleiben

„Fake No More“ entstand aus Ideen, die nicht komplett ausformuliert und in Athen, Rom und München gesammelt wurden. Wahrscheinlich kommt ein Fake ähnlich zustande, nämlich wenn viele etwas beitragen, dabei aber eben ihre Ideale in die Sache interpretieren. Manches auf „Are We Bored My Dear“ von SLUT entstand auf Basis von Synthesizern und Samples, wurde erst nachträglich mit richtigen Instrumenten eingespielt. Die Band stellte fest, dass sich dadurch der Blick auf die eigene Musik ändern kann und etwas Vertrautes sich zu etwas Neuem wandelt.

Man wird wenig aufgerüttelt

Spannend an „Are We Bored My Dear“ von SLUT ist die Tatsache, dass die Musik eine etwas träge Energie übermittelt. Langweilig ist hier nichts wirklich, es ist eher stoisch („Demons“) und die beruhigende Tatsache, dass sich irgendwas ohne großes Aufheben nach vorne bewegt. Denn letztendlich ist das Leben genau das, es geht und dreht sich immer weiter, auch ohne uns. Man kann kurz mal durchatmen und abschalten, ohne etwas zu verpassen. Kann mir gut vorstellen, dass Leute, die wegen beruhigender Ansprache im Rahmen einer Meditation gerne mal ausrasten, sich auch hier irgendwie von der Sanftheit angegriffen fühlen.

Dauer: 15:07
Label: Lookbook / Cargo Records
VÖ: 20.05.2022

Tracklist „Are We Bored My Dear“ von SLUT
Are We Bored My Dear
Demons
Dreamy Boy
Fake No More

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