Lest die Review zu Seething Malevolence von VOMIT FORTH bei krachfink.de

Vomit Forth – Seething Malevolence – Review

Ein Song auf “Seething Wounded”, dem ersten Album der amerikanischen Extrem-Metalband VOMIT FORTH heißt “I Feel Nothing”. Genau das passiert bei mir, sobald die Wüteriche mit ihrem kompromisslosen und herrlich stumpf abgemischten Sound loslegen. Solche Bands verschieben den Blick auf die Menschheit komplett, lassen Grenzen zwischen Gut und Böse, Moral und Wahnsinn für kurze Zeit vollends verschwimmen. Von Zeit zu Zeit liebe ich das.

Grinsend in den Abgrund

Den mit dem Kopf gegen die Wand donnernde Groove haben VOMIT FORTH fest im Griff. Das tendiert schon stark zum Deathcore und ist auf eine irre und unmenschliche Art auch sehr gut tanzbar. Guter Death Metal muss schunkeln und sich wie ein behäbig wabernder Pit anfühlen, gespickt mit Emotionen von ganz, ganz unten. Eine gewisse “Pain Tolerance” muss man eigentlich nur im Hinblick auf die grobe Vorgehensweise mitbringen.

Wer Bands wie PORTRAYAL OF GUILT, CANNIBAL CORPSE oder CATTLE DECAPITATION feiert, wird VOMIT FORTH mit offenen, (blutig geritzten) Armen empfangen und grinsend mit ihnen in den nächsten Abgrund springen. Auch die Spielzeit von knapp dreißig Minuten ist perfekt, um sich einmal den Nacken geschmeidig zu drehen und den Sound abseits der Norm in sich einzusaugen.

Für knappe 30 Minuten in die Hölle

Hit gibt es auf “Seething Wounded” nicht wirklich, wenn man VOMIT FORTH an üblichen Maßstäben misst. Aber es gibt zahlreiche Highlights, die meistens mit extrem drückendem Riffing von Ricky Brayall und geplatzten Bassbomben von Tyler Bidwell zu tun haben. Etwas ärgerlich ist der Ausfader bei “Tortured Sacrament”, zu Ende ausgearbeitete Songs sind immer besser. Dem gegenüber steht aber mit “I Feel Nothing” ein starkes, atmosphärisches Interlude und das Outro von “Pious Killing Floor”. Dass VOMIT FORTH die Redaktionen auch mit Texten versorgen, ist kein Zufall. Denn bei all dem Gemetzel, sind das nicht etwa die vertonten Tagebücher eines Psychopathen, sondern teilweise stark gesellschaftskritisch beeinflusste Lyrics.

Die pig squeals von Sänger Kane Gelaznik werden meistens leider nur angedeutet, man bewegt sich mit Ausnahme von “Carnivorous Incanatation” deutlich im Death-Metal-Spektrum, mit den bereits erwähnten leichten Tendenzen Richtung Deathcore. Fans von kompromisslosem Geballer, wird “Seething Wounded” von VOMIT FORTH gefallen, auch Anlehnungen an frühere NAPALM DEATH sind klar erkennbar.

Dauer: 29:97
Label: Century Media
VÖ: 08.07.2022

Tracklist “Seething Malevolence” von VOMIT FORTH
Untitled
Eucharist Intact
Pain Tolerance
Tortured Sacrament
Unrecognizable
Seething Malevolence
Severely Wounded
Carnivorous Incanatation
I Feel Nothing
Predatory Savior
Pious Killing Floor

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