Wonk Unit Uncle Daddy Artwork

Wonk Unit – Uncle Daddy – Review

WONK UNIT melden sich mit ihrem neuen, siebten Album “Uncle Daddy” zurück. Eine vielfältige Zusammenstellung, aller Stärken, aber auch aller Schwächen der Punkband aus London. Schunkelnder Brit-Pop, angespitzter Punk mit Hardcore-Schlagseite, Einflüsse von THE DAMNED, alten GREEN DAY, NOFX und THE CLASH.

Das wirkt heterogener, als es im Ergebnis klingt und auch spannender, als es eigentlich ist. WONK UNIT präsentieren selten Songs, die sich sofort einfräsen, sie bieten eher Ideen und Momentaufnahmen an und wirken wie eine in Noten gegossene Zettelsammlung. In einem stinkigen Pub funktioniert das ohne Frage, Nachhaltigkeit mal bei Seite geschoben.

Viel verschenkt, viel Chaos

Die von Alex besprochenen Inhalte sind nichts Neues, aber genau sie und seine Ausdrucksweise sind der Schlüssel, um WONK UNIT überhaupt erfassen zu können und ihr Spiel mit den Gegensätzen zu verstehen (” Traditional Punk Song”). Der Opener “Greened Eyed Monster” könnte locker auf “Sticky” von FRANK CARTER AND THE RATTLESNAKES stattfinden. Ein nach vorne drückender, aber durchaus tanzbarer, Brecher, der Krawall machen will und seinen Zweck mehr als erfüllt. Aber WONK UNIT verschenken auch so verdammt viel auf diesem Album. Zahlreiche Gitarrenriffs und schöne Momente (“Teresa”, “Stop”), die die Band verpuffen lässt und wie einen brennenden Knaller achtlos und hektisch wegwirft.

Muss man sich selbst sortieren

Bemerkenswert sind die beiden Songs, bei denen die Keyboarderin Vez von WONK UNIT den Gesang übernimmt. Auf “Uncle Daddy” kommen zu den sowieso schon wirren Gedanken, der Vielseitigkeit und dem besonderen Humor noch die Freude am Experimentieren dazu. Man kommt sich schon fast wie eine grantelnde Mutter vor, aber macht doch einfach weniger Songs und dafür ein paar Knaller, die auch im Kopf bleiben. Denn so wird “Uncle Daddy” zu einem echten Kraftakt, man muss sich intensiv mit der Musik befassen. Aber eben nicht, weil sie so wahnsinnig komplex und tiefgründig wäre, sondern so anstrengend angeordnet ist.

Dauer: 42:15
Label: Kidnap Music
VÖ: 22.10.2021

Tracklist “Uncle Daddy” von WONK UNIT
Greened Eyed Monster
Strength
Skin to Skin
Stop
Traditional Punk Song
Raise My Glass
Part 2
Teresa
My Blood
Quality
The Pathetic Merry Go Round of Existence
Jamie
Bloodstains
I’m Ok
The Gospel of Love
Profiteroles
Disco Fever
Cyclists
Bloodlust
Summertime

Alben, die Dir gefallen könnten:
WONK UNIT – Terror
JOSEPH BOYS – Reflektor
VIAGRA BOYS – Cave World
GOLDZILLA – Goldzilla vs. Dortmund
Skate And Destroy 2022 legt Band nach
AXIDS – Kids With An Axe
SONDASCHULE – Unbesiegbar
IDIOT SIEGE -… one of those lives… ” 
BAD RELIGION – Age Of Unreason
THE MUSLIMS – Fuck These Fuckin’ Fascists 
SPERMBIRDS – Go To Hell Then Turn Left
CLOWNS – Nature / Nurture
CHRISTMAS – Hot Nights In Saint Vandal
BAD COP/BAD COP – The Ride
CHRISTMAS / BRONCO Split
THE DIRTY NIL – Fuck Art
DRUG CHURCH – Tawny (EP)
YOUNG CULTURE – Godspeed (EP)

WONK UNIT im Netz

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.