Ya/Nel – Demo – Review

Die Punkband YA/NEL aus München orientiert sich mit ihrer Demo an den guten alten Achtzigern und agiert, mit einer Prise Wave und einer dicken Schippe angebrachtem Wahnsinn, fernab von Trends. Auf ungewöhnliche Art und Weise scheppert uns das Quartett, ohne erhobene Zeigefinger und stattdessen mit ansteckendem Spaß zwischen den Backen, einige grundsätzlich zu klärende Sachverhalte vor den Latz.

Toxisches Verhalten, übrigens egal von welchem Geschlecht ausgehend, wird verlacht und in Grund und Boden gepogt. Wenn Sänger Reen im darauf folgenden Titelsong steil geht und der Bass einen ordentlichen Seegang demonstriert, peilt man von dem spanischen Songtext zwar nur die Hälfte, will aber aufgrund des authentischen Vortrages von YA/NEL sofort uneingeschränkt zustimmen.

YA/NEL, Band 2022

Rich kids, haha

Mit vermeintlich harmlosen Botschaften wie “Worship Friendship” bricht das Quartett das große Ganze auf den kleinsten Nenner herunter. Sucht euch einfach mal Freunde und seid nett zueinander, das wäre doch mal ein Anfang, oder? Die Kompositionen umwirbeln die Hörerinnen und Hörer umgehend, sind ungewöhnlich und angenehm anarchisch.

Was im Falle von YA/NEL tatsächlich an die Achtzigerjahre erinnert, ist die auf den Punkt gebrachte Art und das herrliche Verlachen von Konventionen und vermeintlicher High-Society (“Rich Kids”). Und genauso subversiv war das mal gedacht, mit dem Punk und der Gesellschaft.

Hört euch den Shizzle von YA/NEL bei Bandcamp an

Tracklist “Demo” von YA/NEL
Toxie
Ya nel
Worship Friendship
Rick Kids
J.O.C.K.

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