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Interview mit Rodi und Marco von 100 Kilo Herz zu “Stadt Land Flucht”

Die richtigen guten Bands fangen zwangsläufig an, sich irgendwann merklich weiterzuentwickeln. Während man die Punkband 100 KILO HERZ mit ihrem ersten Album “Weit weg von zu Hause” als gut gemachten Klon von FEINE SAHNE FISCHFILET durchwinken konnte, haben sie beim zweiten Album “Stadt Land Flucht” schon unverkennbare Eigenheiten herausgearbeitet, textlich und musikalisch deutlich mehr als eine Schippe nachgelegt. Sänger und Bassist Rodi und Gitarrist Marco plauderten mit krachfink.de über die Entstehung von “Stadt Land Flucht”, ihre Weiterentwicklung, Reflexion und den Glauben an das Gute.

100 Kilo Herz 2020 Foto von Michael Bomke
100 KILO HERZ, 2020 Foto von Michael Bomke

Wie ist es euch seit der Veröffentlichung des ersten Albums gegangen, was waren bisher die schönsten und die schlimmsten Erfahrungen als Band?

Marco: Wir hatten bis jetzt das Glück fast ausschließlich gute Erfahrungen sammeln zu dürfen. Und für jeden von uns ist es bis zum heutigen Tage unfassbar, dass die Leute unsere Text in fast jedem Kaff, in das wir kommen, voller Leidenschaft mitsingen. Das bereitet jedes Mal aufs Neue eine pure Gänsehaut.

Hattet ihr schon Ideen oder Songschnipsel für das zweite Album oder habt ihr bei Null angefangen?

Marco: Man sammelt ja immer wieder so ein paar Gitarrenriffs oder Melodien, die man zu Hause auf dem Rechner oder in das Handy einspielt oder einsingt. Aber mit der eigentlichen Arbeit am neuen Album haben wir im Januar oder Februar 2019 begonnen und etwa ein Jahr daran geschraubt und gefeilt.

Wer macht die Artworks für Album und Singles und mit wem setzt ihr eure Videoideen um?

Marco: Wir können uns glücklich schätzen, dass unser Drummer Falk für Grafiken ein sehr gutes Händchen hat. Wir sind immer wieder erstaunt, mit welchen coolen Ideen er da um die Ecke kommt. Was die Videos anbetrifft, da machen wir als Band immer erst ein paar inspirative Gesprächsrunden und dann einigen wir uns auf eine Variante. Danach verlassen wir uns diesbezüglich auf Arvid Wünsch, der ein mega Gespür für schöne Bilder hat. Er genießt da unser volles Vertrauen und hat bisher fast alle Videos von uns gemacht.

Wo habt ihr das Album aufgenommen, mit wem und wann, also in welchem Zeitraum?

Marco: Unser Album haben wir im Januar 2020 im Tonstudio 45 bei Koblenz aufgenommen. Das ist das Studio von Kurt Ebelhäuser. Er hat bereits Bands mit Bands wie PASCOW, den DONOTS oder ADAM ANGST zusammen gearbeitet. Das war für uns der ausschlaggebende Punkt, diese Reise auf uns zu nehmen. Und jede Entbehrung dafür hat sich vollends gelohnt.

Wie trefft ihr bei so vielen Bandmitgliedern wichtige Entscheidungen, demokratisch oder einstimmig?

Marco: Das eine schließt das andere ja nicht aus. Jede Entscheidung wird bei uns demokratisch gefällt. Da bleiben stundenlange Diskussionen manchmal nicht aus. Aber auch einstimmige Ergebnisse kommen häufiger vor als man meint 😉

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