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Metallica, Ghost und Bokassa, Maimarktgelände Mannheim – Livebericht vom 25. 08. 2019

GHOST wollen, dass alle gemeinsam kommen

Dass GHOST als Support von METALLICA spielen, ist cool aber irgendwie auch seltsam. Die Schweden können doch schon längst alleine laufen und so große Menschenmassen sind wiederum nicht das, wonach sie streben, oder doch? Die Kulisse ist so stimmungsvoll wie es eben bei strahlendem Sonnenschein möglich ist und es sind einige mehr Nameless Ghouls auf der Bühne unterwegs als üblich. Natürlich wirkt die Show von Cardinal Copia und seinen Kollegen im Dunkeln noch besser. Aber der Schlingel meistert auch diese Hürde mit Leichtigkeit und GHOST beweisen, dass sie vollkommen zurecht so verhältnismäßig schnell vorangekommen sind.

Ghost Foto von Mikael Eriksson
Ghost, Foto von Mikael Eriksson

Nach dem Intro “Ashes” betritt der Cardinal angenehm arrogant und selbstbewusst die Bühne und schon bei den ersten Tönen von “Rats” ist klar; die überzeugen heute. Sänger Tobias Forge spielt seine Rolle perfekt. Alleine der rote Anzug macht ihn als Cardinal dezent unsympathisch, seine Gestern und teils anzüglichen Bewegungen unterstreichen den gewollt schmierigen Charakter. Mit “Cirice” weht sogar ein wenig Big4-Wind über das Gelände. Der Song klingt einfach wie SLAYER, nur auf 33 statt 45 abgespielt. Gerade nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums “Prequelle” wurde GHOST vorgeworfen, dass sie etwas zu zugänglich geworden wäre. Die Reaktionen zum stark nach den Achtzigerjahren riechenden Song “Dance Macabre” zeigen, dass sich dieser Mut gelohnt hat. Mit “Square Hammer” machen GHOST den Sack nach einer guten Stunde zu und es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn die Schweden nicht einige neue Anhänger haben.

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