Lionheart Valley Of Death Artwork

Lionheart – Valley Of Death – Review

Die kanadische Hardcore-Band LIONHEART lädt uns ein, zu einem Trip in ihr “Valley Of Death”. Groß angelegte Epen gibt es auch dieses Mal nicht zu hören. LIONHEART zünden die Schnur an und versuchen bis zur anstehenden Explosion soviel Power wie möglich zu boosten. Das funktioniert auf diesem, dem ersten Album bei Arising Empire, leider nicht durchgehend. LIONHEART zitieren sich häufig selbst und natürlich wird wieder viel gemotherfucket und dem Feind klar gemacht, dass er sich verpissen soll. Will heißen, dass die Band weiterhin extrem harsch ist und im Angebot durchweg spitzes Riffing und hartes Bass- und Drumgeboller enthalten sind.

Lionheart Bandfoto 2019
Lionheart, 2019

Blinde Wut

LIONHEART punkten auch auf “Valley Of Death” in erster Linie mit Breakdown- und Two-Step-Szenen (“Born Feet First”), zu denen sich die Karatetänzer im Pit gemeingefährlich schleudern oder eben alle tanzen können. Wenn der starre Brocken in Bewegung kommt, dann richten LIONHEART den größten (positiven) Schaden an. Um wirklich nachhaltig zu punkten und sich mit dem Hörer zu verbinden, fehlt auch diesem Album die zweite Ebene und der doppelte Boden. Dabei klingen der Opener und das folgende, krachige “Burn” echt vielversprechend und man muss schon zugeben, dass gerade die Gitarristen Evan Krejci und Rob McCarthy zwar nicht sonderlich kreativ, aber äußerst zweckdienlich musizieren (“In My Skin”). Irgendwie ist dann aber relativ schnell die Luft raus, da LIONHEART einfach zu formelhaft sägen und man sein Hardcore-Bingo auch schon relativ schnell abhaken kann.

Wenig Schnickschnack

LIONHEART könnten locker die Qualität von bspw. BORN FROM PAIN erreichen, dazu müssten sie ihre Kompositionen etwas auffüllen und ausstaffieren. Aber LIONHEART konzentrieren sich auf die “Stories From The Gutter”, mögen es lieber roh und dreckig. Auch dafür finden sich AbnehmerInnen. Der Rapper Mr. Jet Black fügt “Before I Wake (feat. Mr. Jet Black)” noch etwas mehr Groove hinzu, was den Song gleich nachhaltiger klingen lässt. Kante und Härte wären kein Problem, wenn LIONHEART nicht an vielen Stellen einfach so austauschbar klingen würden. Unterm Strich ist mir die Hose “Valley Of Death” etwas zu dick geraten.

Dauer: 24:45
Label: Arising Emipre
VÖ: 15.11.2019

Tracklist „Valley Of Death“ von LIONHEART
Valley of Death
Burn
For the Record
Rock Bottom (feat. Jesse Barnett)
When I Get Out
Born Feet First
Stories from the Gutter
Before I Wake (feat. Mr. Jet Black)
In My Skin
Dragging Heaven

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Auch angepisst, aber etwas ausdifferenzierter klingt der Hardcore von GIDEON, die Review zum Album “Out Of Control” findet ihr hier. LIONHEART begeben sich außerdem mit DEEZ NUTS auf Tour, die Review zum Album “You Got Me Fucked Up” findet ihr hier.

Im November 2019 sind LIONHEART auf Tour mit DEEZ NUTS und für einige Termine auch mit STICK TO YOUR GUNS.

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