Beneath The Massacer - Fearmonger

Beneath The Massacre – Fearmonger – Review

Bei BENEATH THE MASSACRE ist der Name auf jeden Fall Programm und auch “Fearmonger”, das neue und vierte Album der kanadischen Tech-Death-Metalband macht seinem Namen alle Ehre. Gute Laune ist hier Fehlanzeige, das Quartett hat nur eines im Sinne: Deinen Kopf ficken. Die Maschinen sind auf Angriff programmiert.

Kühl und berechnend

Technik ist eine Sache, brutale Lichtgeschwindigkeit eine ganz andere. BENEATH THE MASSACRE sind nicht nur Meister darin, ihre Finger zu verknoten, sie können dies auch noch unfassbar schnell tun. So schnell, dass man als HörerIn mit dem Verarbeiten manchmal nicht schnell genug hinterher kommt. Auch “Fearmonger” ist wieder ein Album, das sich nicht nach einem Durchgang erschlossen hat. Und je mehr Runden man der Platte gönnt, umso aufgeräumter, nachvollziehbarer und auch langsamer erscheint einem die Musik. Ein guter psychologischer Trick, denn umso länger es in der Welt so eklig zugeht, umso mehr gewöhnen wir uns auch daran.

Wild gewordene Technikfreaks


Wenn BENEATH THE MASSACRE das Tempo etwas drosseln (“Treacherous”, “Autonomous Mind”), dann kann man die wahre Größe erkennen und auch von den alles anonymisierenden Synthieeskapaden, hätte sich die Band ruhig mehr leisten können. Denn spätesten dann merkt man, dass es nicht um rohe Gewalt, sondern um die komplette Ausreizung von Technik und der daraus resultierenden kühlen Atmosphäre geht. Das beängstigende “Return To Medusa” versucht eine anderen Trick, die Hörer werden einmal durch das dunkle Labyrinth gezerrt. Zum Ende hin werden BENEATH THE MASSACRE wieder etwas zahmer und melodisch wie kaum vorher. Oder ist das wieder die Gewöhnung? Wer weiß das schon. Auf jeden Fall ist auch “Fearmonger” kein Album für die Dauerschleife, wenn auch bemerkenswert und eine garantierte Provokation der (dummen) Aussage: “Und sowas nennst Du Musik?”

Dauer: 29:56
Label: Century Media
VÖ: 28.02.2020

Tracklist “Fearmonger” von BENEATH THE MASSACRE
Rise Of The Fearmonger
Hidden In Plain Sight
Of Gods And Machines
Treacherous
Autonomous Mind
Return To Medusa
Bottom Feeders
Absurd Hero
Flickering Light
Bitterest End

Alben, die Dir gefallen könnten:
RINGS OF SATURN – Gidim
NILE – Vile Nilotic Rites
TARGET – Deep Water Flames
IMPLORE – Alienated Despair
VITRIOL – To The Bathe From The Throat Of Cowardice
NAPALM DEATH – Logic Ravaged By Brute Force
VERDERVER – Weltunter
VADER – Solitude In Madness
NAGLFAR – Cerecloth

BENEATH THE MASSACRE bei Facebook

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.