The Artakees The Rush Artwork

The Artakees – Rush – Review

Die fünfköpfige Rockband THE ARTAKEES aus Düsseldorf – inspiriert von der unversiegbaren Quelle aus der griechischen Sagenwelt – stellt mit ihrem ersten Album “Rush” Garage-Punk und Power-Pop in Aussicht. Genau das ist es auch und die zehn Songs, verteilt auf knapp 26 Minuten, gehen tatsächlich schnell und gut ins Ohr. Es wäre nur noch schöner gewesen, wenn nicht gefühlt jeder zweite Song auf “Song 2” von BLUR aufgebaut hätte und nicht hinter jeder Ecke die Vorbilder lauern würden.

Not my generation

Jeder hat seine Inspirationen, THE ARTAKEES scheuen sich nicht, diese sehr offensichtlich einfließen zu lassen. Nun mag man unken, dass der kreative Spielraum in diesem Genre generell ein Mythos sei. Dem sind allerdings großartige Bands wie THE RACOUNTEURS oder CAGE THE ELEPHANT oder THE BLACK KEYS entgegenzusetzen. Gemixt und gemastert wurde “Rush” vom Kanadier Elias Foerster, der dem Material einen urigen und nostalgischen Anstrich verpasst hat. Ein Beweis dafür, dass THE ARTAKEES die Verbeugung nicht zufällig, sondern bewusst so gestaltet haben. Zu den schmissig gerockten Songs lässt sich aber auch gut schwoofen. Hitspitzen oder sich aufdrängende Mitklatschmomente gibt es eher weniger. Aber dem Drive von “Wolfman” kann man sich wirklich nicht entziehen und man hört “Rush” total an, dass die Band selbst sehr viel Spaß am Musizieren hat. Live ist das sicher nochmal ansteckender.

Ein Hoch auf den guten, alten Rock

Die Gitarren stehen im Vordergrund, das anspruchsvolle Schrammeln und der Erhalt des etwas scherbeligen Ergebnisses. Der Charme, der dann entsteht, wenn der Bass ausbricht (“I Don’t Care”, “Ministry Of Love”) oder die Zitate so offensichtlich sind, dass es kein Zufall mehr sein kann (“No Esacpe” also known as “You Really Got Me” von THE KINKS), hat schon was. Natürlich darf man nicht unterschlagen, dass Sänger Alex eben auch die richtige Stimme für dieses Unterfangen hat, die Instrumentierung auch wirklich 1:1 wie mit der Zeitmaschine eingeflogen klingt und Drummer Jörn wirklich alles gibt, um die Action hoch zu halten. Trotzdem ist “Rush” von THE ARTAKEES aber in erster Linie eine Aufforderung, die guten, alten Platten mal wieder zu hören. Wenn euch das reicht, dann gerne weitermachen.

Dauer: 26:03
Label: Off Label
VÖ: 20.02.2020

Tracklist “Rush” von THE ARTAKEES
Rush
I Don’t Care
No Escape
Daydream
Help Me
Ministry Of Love
Wolfman
Illusion
Big Hunt
Traveller

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