Iconaclass Changing Culture With Revolvers

Iconaclass – Changing Culture With Revolvers – Review

ICONACLASS ist ein Projekt des Produzenten/MC Will Brooks, den man von seiner Band DÄLEK kennen könnte, und Dev-One. “Changing Culture With Revolvers” erschien bereits 2015 und ist nun erstmals auf Vinyl erhältlich. Während DÄLEK eigentlich immer eher düster klingen, ist ICONACLASS zwar nicht euphorisch, aber zumindest neutral instrumentiert. Die Texte sind dafür umso trauriger, man kann sie auch realistisch nennen. Es ist ein ernüchtertes Bild, das ICONACLASS von ihrem Umfeld zeichnen. Korruption, Armut, Rassismus, Kapitalismus und die Tatsache, dass sich alle Schlingen jeden Tag enger zu ziehen scheinen.

Power to the people

Getreu dem Motto “Power to the people” haben ICONACLASS auch Lösungen am Start. Wie praktikabel die wirklich sind, ist unklar und dass wir irgendwann mal alle zusammen in Frieden leben können, wahrscheinlich auch. ICONACLASS orientieren sich am East Coast Hip Hop der Neunzigerjahre und “Changing Culture With Revolvers” wirkt – mit 14 Tracks auf weniger als eine halbe Stunde – auch eher wie ein traditionelles Mixtape. Letztendlich ist dieses Album aber vor allem inhaltlich relevant, auch wenn die mit Jazz, Soul und Funk gespickten Beats unbestreitbar gut sind. Es wirkt, trotz der Thematik, entspannend und nicht wirklich wütend oder gar aggressiv.

Wer aber die Sprache nicht versteht, wird schnell gelangweilt sein, von der Masse an Inhalten, die ICONACLASS auf uns niederprasseln lassen. Für alle anderen kann das Album bittere Bestätigung oder ein wahrer Augenöffner sein. ICONACLASS werden mit diesem Album auf jeden Fall dem ursprünglichen Gedanken von Hip Hop mehr als gerecht und ich höre es immer mal wieder gerne.

Dauer: 43:55
Label: Sabotage
VÖ: 07.05.20201

Tracklist “Changing Culture With Revolvers”
The Art of EMCEE
Keep My Name Out Your Mouth
Respect the Vinyl (Skit)
Dutch (You All Caught Up)
All On Me
Take Your Lumps
Changing Culture with Revolvers
Once Again
Forefathers (I Owe It to You)
That Ol’ One-Two
Just a Mess
A Friendly Reminder
No Admission
Barely At My Peak

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6 Kommentare

  • wenn man bedenkt, dass die songs – von den 2 skits abgesehen – quasi alle ca 4 min lang sind (siehe bandcamp), kommt das mit den 28 min spieldauer irgendwie nicht hin…

  • nee, zum glück nicht, denn bei diesem unautorisierten video fehlen die letzten 5 tracks… ganze 20 minuten. ich wünsche viel spaß beim entdecken des restlichen albums (zur not eben bei bandcamp, ich empfehle jedoch die ebenfalls ungekürzte vinyl) 😉

    • Hi hank moody, stimmt komplett, was du schreibst, ich habe extra nochmal geschaut. Die korrekte Spielzeit ist 43:55 Minuten!

      • sorry wenn ich noch mal so kleinlich korrigieren muss, aber genau genommen beträgt die spielezeit tatsächlich ca 48 min (die ursprünglichichen 28 + die fehlenden 20 min) – da hast du vllt den letzten song übersehen 😉

        • Haha, okay jetzt wird’s nerdig 😉, aber sowas liebe ich ja. 43:55 zeigt meine Anlage an, kann aber gut sein, dass die Promo-Version bisschen kürzer ist.

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