Sepultura - Sepulquarta - Artwork

Sepultura – SepulQuarta – Review

Wie alle anderen Musiker scharrten auch die brasilianischen Thrasher SEPULTURA in den letzten Monaten ungeduldig mit den Hufen. Ihr produktiver Zeitvertreib heißt “SepulQuarta” und beinhalte neue Versionen ihrer Klassiker der umfangreichen Diskografie. Dafür hat sich die Band einige namenhafte Unterstützung an Bord geholt: Scott Ian (ANTHRAX, S.O.D.), DANKO JONES, Alex Skolnick von den kultigen TESTAMENT, Matt Heafy von TRIVIUM, David Ellefson (Ex-MEGADETH), Phil Rind (SACRED REICH), Rafael Bittencourt (ANGRA), Mark Holcomb (PERIPHERY) und Phil Campbell (MOTÖRHEAD) und DEVIN TOWNSEND, das sind nur einige der Schmankerl. Einige Klassiker fehlen in der Setlist, was aber bei diesem prallen Schatz an Songs zu verschmerzen ist.

Zeit auf Big 5 aufzustocken, oder?

Trotz einiger Hänger und der Tatsache, dass ich mich auf jeden Fall zum Team Max zählen würde – sollte ich mich jemals entscheiden müssen – sind SEPULTURA nicht totzukriegen. Abgesehen von den bewährten Hits, gibt es auch immer wieder neue Perlen und das Geballer macht einfach Spaß. Wie facettenreich die Kompositionen sind, merkt man erst, wenn sich einer wie der äußert fingerflinke Mark Holcomb von PERIPHERY durch “Phantom Self” schlängelt und damit nicht so sehr unter seinen Möglichkeiten bleibt, wie man meinen möchte.

“We’re not slaves, we’re free”

Auch “Orgasmatron (feat) Phil Campbell” bleibt mit seiner Stoischkeit im Ohr hängen, er röchelt angenehm unaufgeregt und unbeirrt gegen die massiv druckvolle Riffwelle an. Und selbstverständlich gibt es Szenen der Kult-Thrasher, die man niemals vergisst und gar nicht kaputt machen könnte: “Slave New World” mit jeder einzelnen Note! Der Drumeinstieg von “Territory”, das unbeirrte mit-der-Tür-ins-Haus-fallen von “Hatred Aside” – in dieser Version von Fernanda Lira (CRYPTA), Angelica Burns (HATEFULMURDER) und Mayara Puertas (TORTURE SQUAD) grandios in Grund und Boden geschrien bzw. in höhere Sphären getragen – und natürlich die intuitive Wucht von “Ratamahatta” inklusive Drum-Ekstase.

Zugreifen, weil gehaltvoll

Der Mehrwert ist hier auf jeden Fall gegeben, denn die unterschiedlichen Performances lassen die Klassiker in neuem Glanz erstrahlen. Alleine was Emmily Barreto (COFFEE CRUSH, FAR FROM ALASKA) aus “Fear, Pain, Chaos, Suffering” zaubert, ist hörenswert. Einen Großteil der Performances finden sich online auf YouTube, hier im Artikel sind meine Faves verlinkt. Wer es bis jetzt noch nicht getan hat; es lohnt sich auf jeden Fall immer, sich mit einer Band wie SEPULTURA ausgiebig zu beschäftigen. In Sachen Groove und Druck macht ihnen so schnell niemand etwas vor.

Dauer: 01:01:06
Label: Nuclear Blast
VÖ: 13.08.2021

Tracklist “SepulQuarta” von SEPULTURA
Territory (feat. David Ellefson)
Cut Throat (feat. Scott Ian)
Sepulnation (feat. Danko Jones)
Inner Self (feat. Phil Rind)
Hatred Aside (feat. F. Lira, A. Burns, M. Puertas)
Mask (feat. Devin Townsend)
Fear, Pain, Chaos, Suffering (feat. Emmily Barreto)
Vandals Nest (feat. Alex Skolnick)
Slave New World (feat. Matthew K. Heafy)
Ratamahatta (feat. Joao Barone & Charles Gavin)
Apes of God (feat. Rob Cavestany) 3:16
Phantom Self (feat. Mark Holcomb) 5:27
Slaves of Pain (feat. Fred Leclercq & Marcello Pompeu)
Kaiowas (feat. Rafael Bittencourt)
Orgasmatron (feat. Phil Campbell)

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